Antibiotika-Therapie... ob's hilft?

Magenschmerzen sind etwas Mieses. Besonders, wenn man nicht weiß, wodurch sie überhaupt hervorgerufen werden. 
So erging es mir im November, dass ich plötzlich unter anhaltenden Magenschmerzen und Sodbrennen litt. Und nicht mehr wusste, was ich tun sollte. Gewisse Leute meinten, ich würde mich aufgrund einer anderen gewissen Person krank machen - aber daran hatte ich nie geglaubt.
Also führte mich irgendwann der Weg zu meinem Arzt. Und als das Medikament, welches er mir verschrieben hatte, nicht anschlug (bzw. nur das Sodbrennen bekämpfte), überwies er mich an den hiesigen Internisten zwecks Magenspiegelung. Welche ich vorher noch nie über mich ergehen lassen musste. Angst hatte ich keine - es fühlte sich für mich eher nicht richtig an, einen Schlauch zu schlucken.
Aber gut, der Termin rückte näher und ich setzte alle meine Hoffnungen in diese Untersuchung. Tja, was soll ich sagen? Ich kann leider nichts davon erzählen, denn ich habe die gesamte Untersuchung verpennt. Das Ergebnis würde 7-10 Tage dauern. Aber - wie es der Zufall so wollte, lagen ja Weihnachten UND der Jahreswechsel dazwischen. Und unsere Ärzte sind zu dieser Zeit meist im Urlaub. Also sollte ich mich im Januar wieder melden... na toll. So habe ich also täglich unter Sodbrennen und Schmerzen gelitten, weil ich ja nicht wusste, was es war. Und wie ich es am besten bekämpfen könnte. Alles, was ich wusste, war, dass man eine Entzündung gefunden hatte - aber mehr nicht. 
Die Schmerzen an sich ließen mit der Zeit nach - bis letzte Woche Mittwoch. Dann kam alles zurück - oh wie ich es vermisst habe...
Okay, am Donnerstag war es endlich so weit. Bei einem neuen Arzt, weil der andere aufgehört hatte. Ergebnis: Entzündung der Magenschleimhaut und der Speiseröhre. Und zu allem Überfluss hatte der Internist auch noch vergessen, Gewebeproben zu entnehmen. Somit wusste man nicht, ob es jetzt bakteriell ist oder nicht. So verschrieb man mir - in der Hoffnung, es IST bakteriell - ein Kombipräparat, welches ich eine Woche lang nehmen muss. Morgens und abends vor dem Essen. Danach noch 4 Wochen lang das bewährte Mittel gegen Sodbrennen, was schon im letzten Jahr nur mäßig half.
Und wie ich bin, habe ich mir gedacht, diese Woche Antibiotika-Therapie mal schriftlich festzuhalten und ein Tagebuch zu führen. Damit ich sehen kann, inwiefern sich etwas ändert und es im Bedarfsfall auch direkt der Ärztin schildern kann.

Haben wir also gestern angefangen...


Tag 1
Da ich kein Mensch bin, der schon früh morgens essen kann, habe ich meine erste Dosis erst recht spät genommen (aber ein Kaffee am Morgen musste sein). Eine Stunde später aß ich dann etwas (Knäckebrot mit Käse und Putenbrust).
Etwa eine dreiviertel Stunde später setzte dann das Sodbrennen ein. Die Ironie an der Sache ist, dass dieses Präparat aus zwei Wirkstoffen Antibiotika und einem Wirkstoff gegen Sodbrennen besteht. Also hätte ich doch diese Probleme eigentlich gar nicht haben dürfen, oder? Hatte ich aber...
Weitere zwei Stunden später bekam ich einen wahnsinnigen Hunger und begann zu zittern. So geht es mir meist, wenn ich bis mittags überhaupt nichts gegessen hatte. Aber selbst nach einem Joghurt blieb mir das Zittern erhalten. Na toll...
Das Sodbrennen begleitete mich den gesamten Nachmittag (und Abend), eine Besserung war also nicht in Sicht. Auch wurden die Schmerzen stärker.
Am Abend nahm ich um 18 Uhr eine weitere Dosis Tabletten (es sind insgesamt 3 - 2 davon ziemlich groß. Aber ich hatte noch nie Probleme, Tabletten zu schlucken). Dann machte ich das Abendessen (ich koche prinzipiell nur am Wochenende oder während der Ferien/Feiertage, wenn die Kinder zu Hause sind. Ich persönlich brauche nichts). Nennenswerte Beschwerden gab es im weiteren Verlauf keine, außer dass ich immer noch unter Sodbrennen litt und um 22 Uhr plötzlich wieder recht heftiger Hunger auftrat. Aber ich esse abends nichts mehr - aus Prinzip. Soweit ich weiß, ist eine Nebenwirkung des Medikaments doch Appetitlosigkeit - damit hätte ich keine Probleme. Aber verstärktes Hungergefühl? Kommt nicht gut, wo ich doch eigentlich abnehmen möchte.
Okay, am späten Abend begann es in meinem Bauch zu gluckern, mehr aber auch nicht. Ich ahne Schlimmes... eine weitere häufige Nebenwirkung ist ja Durchfall :/ Hoffentlich bleibe ich davor verschont.


Tja, das war mein erster Tag. Irgendwann schlief ich auf der Couch ein und ging dann gegen 1 Uhr morgens ins Bett. Weiterhin mit mäßigem Sodbrennen. Wir werden sehen, wie es weitergeht

Gute Vorsätze - oder aber: Dinge, die man eh selten schafft.

Ein Jahr ist vorüber und nicht wenige von uns haben sich für 2013 ganz besondere Veränderungen vorgenommen. Ob sie es schaffen? Nun, das liegt an jedem selbst. Ich für meinen Teil schaffe es zumindest immer wieder teilweise, meine Vorhaben in die Tat umzusetzen - was mir auch immer wieder die Hoffnungen auf mehr gibt.
Da war also das Jahr 2012 - und was hatte ich mir noch gleich vorgenommen?


- Das leidige Thema Gewicht. Eine Kleidergröße weniger ist geplant!
- Endlich die Unterschrift vom Idioten bekommen und evtl. endlich das alleinige Sorgerecht!
- Fitness steigern - weg mit dem inneren Schweinehund!
- Wo ist der Job, wenn man ihn braucht? Irgendwann muss ich doch mal Glück haben!
- AJ, hau rein. Ich möchte nicht schon wieder dem Falschen vertraut haben. Zeig mir bitte, dass du auch wirklich ernst meinst, was du versprichst!
- Irgendwie wieder ruhiger werden!



Okay, dann fangen wir mal an. 
Eine Kleidergröße weniger hatte ich mir im letzten Jahr vorgenommen. Mit Stolz kann ich sagen: Es hat geklappt! Bereits im Mai passte ich wieder in meine schwarze Jeans, welche ich seit Jahren als Motivationshilfe in meinem Kleiderschrank hortete - und die vorher nie wirklich passte. Entweder war sie am Hintern zu eng, oder meine Oberschenkel waren einfach zu dick. Naja, oder die Knöpfe gingen am Ende nicht wirklich zu. Aber nun klappts. Ohne Zerren, ohne Bauch einziehen. Und diese Tatsache gab mir noch einmal einen riesigen Motivationsschub.
Im Sommer bestellte ich dann einfach meine Kleidung eine Nummer kleiner, obwohl ich doch ein wenig Angst hatte, mich zu weit aus dem Fenster gelehnt zu haben. Aber ich habe es keine Sekunde bereut. Passt alles - und einige Dinge saßen sogar noch recht locker. 
Muss allerdings dazu sagen, dass ich gerade im Mai ein ziemliches Tief hatte und meine Essgewohnheiten es mir nicht wirklich leicht machten. Entweder aß ich gar nichts, zu wenig, oder brachte es gleich wieder weg. Aber das gehört ja nun zum Glück der Vergangenheit an.
Fazit dieses Vorsatzes ist also: Geschafft

Die Unterschrift von dem Idioten namens Ex-Mann zu bekommen war ebenfalls ein schwieriges Unterfangen. Aber letztendlich hat er nachgegeben und gemeint "Du hättest ja nur fragen brauchen." Klar, als ob ich das nicht gemacht hätte... Na jedenfalls hatte ich meine Unterschrift für die Reisepässe Anfang April 2012 - in dieser Hinsicht ist also alles unter Dach und Fach.
Alleiniges Sorgerecht bekomme ich leider nicht, da ich bei der Scheidung die Vollmachten erhalten habe. Diese müsste er also erst einmal wieder zurücknehmen, bevor ich in der Sache weitere Schritte einleiten könnte. Leider. Aber das Wichtigste war ja die Unterschrift, somit kann ich sagen:
Vorsatz erfüllt - wenn auch mit Einschränkungen!

Fitness steigern. Okay, das ist jedes Jahr aufs Neue so eine Sache. Man geht mit viel Elan dran und gibt dann doch wieder auf. So auch 2012. Ich habe es versucht - ich hab's wirklich. Aber leider hat es am Ende doch wieder nicht geklappt. In diesem Bereich sind also Verbesserungen wünschenswert, der symbolische Tritt in den Hintern ist angebracht.
Fazit: Vorsatz nicht erfüllt! Leider.

Das leidige Thema Arbeit. Wie gern hätte ich hier eine bessere Nachricht geschrieben. Zweimal war ich auch kurz davor, aber leider wurden mir sämtliche Hoffnungen genommen.
Im Sommer hatte ich eine Vollzeitstelle - aber leider nur als Krankheitsvertretung. Sie war also von Anfang an zeitlich begrenzt. Auch wenn meine Chefin mir immer wieder sagte, es könnte noch verlängert werden, da die Dame doch wirklich sehr krank wäre. Aber, als ob ich jemals Glück haben würde, sie wurde natürlich rechtzeitig wieder gesund... oder gesund genug, um ihre Arbeit wieder anzutreten. Und ich wurde arbeitslos - mal wieder.
Tja, und dann war da im November die Teilzeitstelle, welche ich voller Elan angetreten habe. Und ich habe mich bemüht - habe alles getan, was man mir aufgetragen hat. Aber meine "Chefin" nahm sich die Frechheit, mich gleich nach 2 Wochen schon zu beurteilen und gab mir nach dem kleinsten Fehler die Kündigung. Ich war so sauer, dass ich kein weiteres Wort über die Firma bzw. die Stelle verlieren möchte - weil mir einfach keine guten Dinge dazu einfallen.
Also bin ich wieder einmal auf der Suche.
Fazit: Vorsatz nicht erfüllt!

Oh, das nächste Thema ist ein Thema für sich. Und leider kein Gutes. Bereits im Februar wurde Anthony krank und ich muss wohl nichts weiter sagen, oder? Der Sommer war ruiniert, er kam natürlich nicht nach Deutschland. Warum sollte er auch? Aber wir hatten ja immer noch Weihnachten... so dachte ich es zumindest. Aber auch Weihnachten sagte er ab. Nicht kurz vorher, wie ich es bei dem Italiener erlebt habe - sondern es lagen schon zwei Monate dazwischen. Aber dennoch habe ich absolut jegliche Vorfreude, jegliches Vertrauen verloren - was die Sache anging. Aber ich gab ja nicht auf. Wenn man etwas wirklich möchte, dann macht man auch alles, um es in die Tat umzusetzen, oder? Außerdem: Hatte ich nicht versprochen, auf ihn zu warten? Na, das ganze ist jetzt eh für die Katz. Auf das Thema möchte ich also auch erst einmal nicht weiter eingehen. Habe für mich selbst beschlossen, dass es besser ist, nicht weiter auf Wunder zu hoffen. Sollte er sich dennoch eines Tages entscheiden, zur Vernunft zu kommen, dann muss er sich etwas verdammt Gutes einfallen lassen, um mich wieder für sich zu gewinnen. Worte nützen dann nichts mehr - er muss Taten sprechen lassen. Ansonsten hat er mich für immer verloren. Denn ich habe genug getan, genug gegeben. Ich kann einfach nicht mehr.
Also ist hier das Fazit: Vorsatz leider nicht erfüllt! Aber an mir lag es sicherlich nicht.

Kommen wir zum letzten Vorsatz: Ruhiger werden. War wohl nix, oder? Im Gegenteil, zeitweise wurde es sogar schlimmer. Ich raste zwar nicht mehr so oft in Gegenwart meiner Kinder aus, aber dennoch war ich beim kleinsten Vorfall besorgt - zu besorgt, um ehrlich zu sein. Ob das an meinen Magenproblemen Schuld ist? Vielleicht. Hier kann ich also nur kurz und knapp sagen:
Vorsatz nicht erfüllt!


Aber zumindest habe ich mir einen weiteren Lebenstraum erfüllt: Die Chippendales-Show im November :)

Man sieht also, ich habe zumindest 2 der 6 Vorsätze geschafft, in die Tat umzusetzen. Und mir einen Lebenstraum erfüllt. Kann man mit leben, oder?



Kommen wir also zu den Vorsätzen für das Jahr 2013, was - hoffentlich - weitaus besser wird als das letzte. Und auch hier habe ich die hartnäckigen Fälle wieder aufgegriffen - irgendwann muss das doch mal klappen!

Da wäre zuerst das leidige Thema Abnehmen. Auf Schokolade verzichte ich ja jetzt bereits wieder - wie in jedem Januar. Aber die Waage ist weiterhin tabu - das ist ein Teufels-Werkzeug, ich verfluche die Person, die das Teil erfunden hat. Deshalb gehen wir wieder nach Kleidergrößen. Da es im letzten Jahr so gut geklappt hat, möchte ich auch in diesem meine Kleidergröße noch einmal um eine Nummer reduzieren. Hätte da noch einige Oberteile, bei denen ich mir immer noch wie eine Presswurst vorkomme. Und die müssen passen. Ich werde zwar nie in eine 36 oder 38 passen... aber 42-44 ist doch noch machbar für mich - alles Weitere wäre ein Bonus, aber nicht unbedingt notwendig. Wer mich will, der muss mich eh so akzeptieren, wie ich bin - und nicht versuchen wollen, mich zu ändern. Das klappt nicht. 
Schauen wir hier mal, wie weit wir kommen.

Wo wir dann direkt beim nächsten Thema sind: Fitness.
Nun muss es aber klappen, verdammt nochmal! Habe mich auch gleich für kommenden Mittwoch im Fitness-Studio angemeldet - natürlich nicht zum trainieren, das endet eh böse - denn ich kann mich nicht vertraglich binden. Aber zumindest für den Indoor-Cycling Kurs. Nehme es mir schon seit Monaten vor - und wenn nicht jetzt, wann dann? Wenn es mir gefällt, vielleicht mache ich ja dann voller Elan weiter. Außerdem würde ich gern mal Zumba ausprobieren - aber allein gehen ist nicht mein Ding. Leider. Und ansonsten? Nun, ich werde es wieder mit einigen Übungen zu Hause versuchen und dieses Mal auch durchziehen. Wir sprechen uns in einem Jahr wieder, gell?

Die Männerwelt... ich sehe der Sache mit gemischten Gefühlen entgegen. Einerseits hatte ich mir geschworen, nie wieder etwas mit einem anderen Kerl anzufangen. Andererseits brauche auch ich endlich mal wieder körperliche Zuneigung. Und damit mein ich nicht nur eine Umarmung von einem Chippendale. Aber ich werde mein Herz nicht mehr so einfach verschenken - nein, enttäuscht wurde ich doch schon mehr als genug. Nur habe ich keine Lust mehr, die Zukunft auf Luftschlössern aufzubauen und verlasse mich fortan nur noch auf Fakten. Ich glaube nur noch, was ich wirklich sehe - nicht, was man mir leichtfertig "verspricht". Ich lasse da also alles offen.
Hatte da diesen tollen Traum, in dem ich mit meiner Freundin Stephie in einer Bar war und wir zwei absolut tolle Männer kennengelernt haben... oh der könnte ruhig wahr werden - ich hätte nix dagegen *grins*.
Schauen wir also mal, was im kommenden Jahr an dieser Stelle stehen wird.

Tja und dann wäre da die Sache mit der Arbeit. 
Es muss doch irgendwann mal klappen, oder? Ich brauche eine Arbeit, die mir Spaß macht. Eine Arbeit, in der ich voll und ganz aufblühen kann. Kein Job, der nach zwei Wochen wieder gekündigt wird, nur weil ich ein Telefonat durchstellen will, die Chefin es aber nicht annehmen möchte. Wo ich zeigen kann, was in mir steckt - und man mir auch die Zeit gibt, sich an die neue Stelle zu gewöhnen. Schließlich möchte ich meinen Kindern - und auch mir - etwas Bieten können.

Ein weiterer Lebenstraum sollte in diesem Jahr in Erfüllung gehen. Zumindest einer. Welcher es ist? Ich weiß es noch nicht - in der Hinsicht bin ich recht flexibel ;)
Und ich möchte das Leben endlich etwas mehr genießen. Schauen wir mal, ob es klappt.

Außerdem könnte ich ruhig mal ein wenig ordentlicher werden. Jetzt nicht die superduper Hausfrau, bei der alles glänzt. Nur ein wenig - auch durchziehen, was ich mir vornehme und es nicht auf den nächsten Tag verschieben.


Ich glaub, das sollte an Vorsätzen reichen, oder? Man sollte es nicht übertreiben.
Fassen wir also noch einmal zusammen, um alles auf einem Blick zu haben:
- Abnehmen. Eine Kleidergröße weniger sollte es auch in diesem Jahr sein. 
- Fitness. Verdammt! Es muss endlich klappen!
- Männer. Nun, ich bin für alles offen. Aber ich habe die Nase gestrichen voll von Träumen. Für mich zählen nur noch Fakten.
- Arbeit. Auch in diesem Jahr möchte ich diesen Vorsatz endlich erfüllen.
- Lebenstraum. Keine Ahnung, welchen ich mich erfülle... habe ja noch 359 Tage Zeit dafür. 
  Jedenfalls wird das Leben etwas mehr genossen.
- Ordnung ist das halbe Leben. Ich lebe auf der anderen Seite. Aber ein wenig mehr Motivation könnte nicht schaden.

6 Vorsätze - 4 davon würde ich schon gern schaffen. Alle 6 wären natürlich toll.


So, ich glaube, das soll es erst einmal gewesen sein. Wir schauen die nächsten 52 Wochen, was passiert und lesen uns dann im  Januar 2014 wieder. Bis dahin gutes Gelingen!

2012 - Jahresrückblick, Teil 3

Nach einer kurzen Stärkung (Kinder haben sich geweigert zu frühstücken, ohne dass ich dabei sitze), geht es nun frisch, fromm, fröhlich und frei an Teil 3 meines Jahresrückblicks :)

Juli 2012
Scheiße, es war Sommer! Und anfangs schien kein Ende in Sicht. Bis, tja, bis die Sommerferien begannen. Und pünktlich zu Beginn der Sommerferien schlug das Wetter dann auch wieder um. Es regnete, stürmte - und irgendwie war ich verdammt schadenfroh diesbezüglich. Denn nicht selten motzten gerade meine beiden herum, was sie denn jetzt mit dem verregneten Sommer machen sollten.
Okay, aber ich musste ja arbeiten. Und mit der Zeit verlor ich das Interesse und die Motivation. Warum? Nun, meine Chefin hatte mir unmissverständlich klar gemacht, dass zum Monatsende nichts Neues anstand. Somit war ich ab August wieder einmal arbeitslos. Und so verlor ich das Interesse mehr und mehr, je näher der 31. kam. Ich arbeitete nur noch das Nötigste, machte definitiv keine Überstunden mehr (warum auch? In der letzten Woche kam der Sommer ja zurück) und schob besonders in der letzten Woche auch einige Dinge vor mich her, frei nach dem Motto "Damit können die sich dann rumschlagen, wenn ich weg bin." Natürlich machte ich nicht mehr Fehler als vorher, aber ich glaub, man sah mir mein Desinteresse auch bereits an.
"Shades of Grey" gab es von nun an in den Buchläden zu kaufen. Und da mir die Werbung im Radio davon so gut gefallen hatte und ich verdammt neugierig war, kaufte auch ich mir ein Exemplar. Diesbezüglich intensiv wurde ich von dort an auf der Arbeit auch beschattet und ausgefragt. Nicht selten wollte man Informationen haben, wie pervers das Buch denn in Wahrheit ist. Und ja, ich muss zugeben, ich hatte mich geschämt, es im Zug zu lesen. Aber so berauschend war es dann doch nicht.
Oh und da hätten wir wieder die USA... A.'s Vater wurde angeschossen im Juni, das hatte ich vergessen zu erwähnen, und starb letztendlich an seinen Verletzungen. Natürlich war auch ich traurig, zumal das letzte, was er mir gesagt hatte, nichts geringeres war als "Ich bin fertig mit dir." So etwas tut weh und stimmt mich auch heute noch traurig. Auch wenn man zu mir sagte, er hätte mich doch sehr gemocht. Aber mit solch einem Satz aus dem Leben eines anderen zu verschwinden, ist schon hart. Naja, jedenfalls stand die Beerdigung an und kurz darauf war auch A. ganz anders als ich ihn kannte. In sich zurückgezogen, abweisend, gemein und für jedes bisschen gleich eingeschnappt. Er ignorierte mich immer öfter und länger, seine Antworten wurden zeitweise einsilbig, wenn überhaupt, und ich fühlte mich immer unwohler in meiner Haut, stellte mir immer öfter die Frage "Wie lange halte ich das noch durch?". Vielleicht gab er sich Mühe, vielleicht auch nicht. Aber indirekt merkte man, dass er einfach nicht loslassen konnte - und bis heute nicht kann. Aber irgendwann wird er daran zerbrechen, wenn er nicht endlich das Leben weiterlaufen lässt.
Na gut, dann hätten wir da noch den Ex. Also, die Situation spitzte sich zu, je näher wir dem August kamen. Warum? Nun, ich hatte ihm verweigert, einen Samstag im August mit den Kindern wegzufahren. Oh wie böse ich doch bin. Weil er meinte, ich müsste die Wochenenden ja immer freihalten für ihn, hab ich ihm einmal einen Stein in den Weg gelegt. Und so fiel der Satz, den er nur all zu gern verwendet: "Du willst mir meine Kinder vorenthalten?" Oh man, er lernt es einfach nie. Aber das sollte natürlich noch nicht alles gewesen sein. Man warte einfach mal die nächsten beiden Monate ab.
Ein weiteres Highlight des Monats Juli war wohl mein Einkauf bei Bonprix, denn ich hatte es einfach mal versucht, mir - nach dem Ereignis mit der Jeans - neue Kleidung eine Nummer kleiner zu bestellen. Und was soll ich sagen? Sie passte! Gott, ich fühlte mich so toll. Zumal meine alten T-shirts an mir nur noch aussahen wie ein paar Jutesäcke. Hatte also offiziell eine Größe reduziert.
Musiktechnisch gab es endlich etwas Frischen Wind in den Charts. Lykke Li trällerte ihr "I follow Rivers" bis auf Platz 1 und biss sich dann auch dort oben wochenlang fest. Bei meinem Haus-Radiosender benannte man diesen Song dann auch irgendwann um in "Dietzi Baby" (da "deep sea baby" fast so klingt), und so hörte man nicht selten, dass Leute sangen "I follow you, Dietzi baby" - es war zum Schießen. Außerdem gab es dann ja noch "One Day - Reckoning Song" im Wankelmut Remix von Asaf Avidan. Tja, und dann hätten wir noch einen Song, der mich den ganzen Sommer über begleitet hatte: "Oliver Twist" von D'Banj. Leider weiß ich nicht mehr, ob der Song im Juni oder Juli in den Charts lief - ich bitte vielmals um Entschuldigung.


August 2012
Okay, ich war arbeitslos - mal wieder. Aber zumindest konnten meine Kinder die Wohnung während der Ferien nicht komplett umdekorieren. Die beiden waren bei ihre Messdiener-Woche - natürlich übernachteten sie einen Großteil davon immer noch zu Hause. So hatte ich mir "ein wenig Freizeit" nicht vorgestellt. Zeitgleich kam übrigens die Drohung von Seiten meines Exmannes: "Wir kriegen die Kinder schon, jetzt gehen wir andere Schritte." Natürlich hab ich die nicht ernst genommen - die bellen ja gern, aber sind viel zu dumm, um ihre Drohungen mal in die Tat umzusetzen. Tja, bis jetzt zumindest. Aber dazu später mehr. Jedenfalls hatte nun selbst meine Tochter keinen Respekt mehr vor ihm.
Der zweite Teil von "Shades of Grey" folgte so gleich und ich verschlang ihn nur so. Wow, innerhalb von zwei oder drei Tagen hatte ich das Buch durch, so spannend war es. Und von dem anfänglichen Sado-Maso war nichts mehr zu sehen. Das war mal ein Buch, wie ich es mochte. 
Sorry, aus den USA gab es in diesem Monat nichts neues, außer dass Mutter M. mal wieder geworfen hat... sorry, aber ich sehe dem mit gemischten Gefühlen entgegen. Einerseits hatte ich mich ja gefreut, aber andererseits benutzte sie die Geburt ihrer Drillinge auch gern als Grund, mich einfach zu ignorieren. Von daher möchte ich da nicht näher drauf eingehen.
Die Ferien neigten sich auch langsam - zum Glück - dem Ende, was zumindest meinem Sohn nicht gefiel. Töchterchen geht ja seit dem 5. Schuljahr merkwürdigerweise gern zur Schule.
Nach einer kleinen Finanzspritze, dank der Arbeit, füllte sich unser Weihnachtsumschlag auch immer schön weiter mit Geld, das Fahrrad hatten wir inzwischen schon zusammen - und nun arbeitete ich an der Wii U, welche noch vor Weihnachten auf den Markt kommen sollte. Natürlich darf bei mir als Nintendo-Fan auch diese Konsole nicht fehlen. A. hatte mir zugesichert, sich an dem Fahrrad für Gina finanziell zu beteiligen - wir wollten ja alles zusammen besorgen... tja, Betonung liegt auf "wollen" - aber dazu auch später mehr.
Außerdem beschloss ich - aus einer Idee heraus - doch einfach mal einen weiteren Lebenstraum zu erfüllen und im November die Chippendales in Düsseldorf anzuschauen - mit meiner Schwester. Sie stimmte auch direkt begeistert zu.
Und was sagen die Charts? Eintönig. "One Day" trällerte sich weiterhin auf Platz 1 und wollte partout nicht weichen. Außerdem gab es endlich einen neuen Song von Alex Clare namens "Treading Water" (ich höre den heute noch gern). Und auch meine Lieblingsband, OneRepublic, brachte einen neuen Song heraus. "Feel Again" war lange Zeit überhaupt nicht zu bekommen, ich bin schon fast verzweifelt.


September 2012
So, endlich begann die Schule wieder, endlich hatte auch ich zumindest vormittags wieder ein wenig Ruhe. Arbeit gab es auch in diesem Monat nicht, das nur mal vorweg.
So, nun kommen wir dann mal zu der im August erwähnten Sache mit dem Ex. Also, mich erreichte bereits Anfang des Monats ein Schreiben vom Amtsgericht. Der Idiot hatte doch tatsächlich versucht, Umgang mit den Kindern einzuklagen. Hatte sich seinem Versprechen ihnen gegenüber widersetzt, sie dazu zu zwingen. Hatte nicht einmal versucht, ein persönliches Gespräch mit mir zu führen. Warum auch? Man hätte ja eine Lösung finden können. War nicht einmal hier gewesen, um die Kinder zu besuchen - denn dies hatte ich niemals verboten. Aber nun gut, er wollte seine Verhandlung. Er hat sie bekommen. Leider log er, dass sich die Balken bogen. Mir persönlich war gar nicht die Zeit gegeben, auch mal länger als zwei Minuten zu reden. Aber ich hatte auch nicht viel Zeit, mich auf die Verhandlung vorzubereiten. War nur froh, dass ich zumindest meine Anwältin noch dazu bringen konnte, mich zu begleiten. Nun gut, und wie endete es? Er musste die Kinder also fortan alle zwei Wochen besuchen - gerichtlich festgelegt. Für 4 Stunden. Und konnte nicht von ihnen verlangen, zu ihm zu kommen. Und die Besuche sollten auch ohne seine Freundin stattfinden, weil beide Kinder es so wollten. Okay, letzten Endes habe ich mir ins Fäustchen gelacht, denn er hatte zwar seinen Willen, die Kinder alle zwei Wochen zu sehen, bekommen - aber eben nicht nach seinen Konditionen. Das erste Treffen sollte im Oktober stattfinden - ich beschloss, Buch zu führen, erst einmal bis zum Ende des Jahres.
Des weiteren begann ich bei der hiesigen VHS mit einem Konversationskurs in Englisch. Leider entpuppte sich dieser sehr schnell als absolut überflüssig - denn gelernt habe ich dort nicht wirklich etwas. 
Und die Chippendales? Nun, leider sprang meine Schwester aufgrund einiger Umstände dann doch wieder ab. Und die Show stand für mich auf der Kippe. Denn ich wollte nicht allein gehen. Aber dann fand ich recht schnell doch noch jemanden, der mitkam. Und ich konnte meine beiden Karten bestellen. Der November konnte also kommen. Woher sollte ich auch zu dem Zeitpunkt wissen, dass diese Männer sich als Sucht entpuppen könnten? Dass diese Männer die einzigen sind, die mich in diesem Jahr in den Arm nehmen würden? Na okay, weiter im Text.
Es gab Neues aus Übersee. Nichts Gutes, um das vorwegzunehmen. Erst einmal wurde ich von mir wildfremden Personen ziemlich dreist angemacht, von wegen ich soll doch endlich verschwinden, man würde mich hassen und A. hätte mich vergessen etc. Natürlich habe ich einerseits überhaupt nicht geglaubt, was man mir sagte. Man kann ja immer gern erzählen. Aber andererseits wollte ich dennoch die Gewissheit haben, dass ich richtig lag. Irgendwann hatte er sich dann auch mal dazu bequemt, die ganze Sache aufzuklären. Plötzlich war er Vater von Zwillingen. Was ich schon einige Monate wusste - naja gut, damals hieß es "wahrscheinlich". Und nicht nur das. Seine Ex wollte ihn auch noch zurückhaben. Und setzte wirklich alles daran, mich schlecht da stehen zu lassen. Meine Briefe wurden abgefangen und von ihr gelesen; sie wusste tatsächlich Dinge, die nur für seine Augen bestimmt waren. Sie nahm meinen süßen kleinen Stoff-Esel, welchen ich ihn als Symbol geschickt hatte (quasi nach dem Motto "Mir ist doch egal, wie viele Narben du hast, ich akzeptiere dich, wie du bist"). Ich war so dermaßen sauer - wohl auch verständlich, oder? Und meine Zweifel wuchsen wieder. Tja und dann fiel der Satz, den ich am wenigsten hören wollte: "Ich weiß nicht, ob ich es an Weihnachten schaffen werde." Okay, ein "ich weiß nicht" heißt ja noch lange nicht nein, nicht wahr? Also hoffte ich weiter. Fortsetzung folgt.
Meine ersten Operationen standen an. Hatte im Juni einen Termin beim Hautarzt gehabt und man wollte mir einige Leberflecke entfernen. 4 OPs sollten folgen - im Zeitraum von August - November. Freude, oder? War jedenfalls eine schmerzhafte Prozedur, zumindest das Setzen der Spritzen und die Zeit danach, weil sich die meisten Leberflecke auf der Schulter und am Rücken befanden und ich dadurch nicht mehr wirklich liegen konnte.
Was sagt denn die Musik? Oh, es gab einen neuen Spitzenreiter. "Lila Wolken" von Yasha, Marteria und Miss Platnum. Außerdem wuselte Cro's "Einmal um die Welt" in den Charts herum und ich hatte Gefallen an "Wolke 7" von Max Herre und Philipp Poisel gefunden. Und nicht zu vergessen "Madness" von Muse.


Und weil ich gerade so in Schreiberlaune bin, setze ich gleich noch die letzten 3 Monate dazu. Ja, so bin ich.

Oktober 2012
Der Monat begann, wie der andere endete. Ohne Arbeit, ohne Motivation und ohne Nerven. Denn die Herbstferien hatten begonnen. Was für mich auch hieß, dass das erste Treffen zwischen meiner Kinder und meinem Ex anstand. "Leider" hatte er nur mit meinem Sohn etwas zusammen machen können, da Gina bei einem Kindergeburtstag war. Selbst das wollte er ihr ankreiden - bzw. mir, denn ich würde ja Ärger bekommen, weil sie nicht zum Treffen erscheine. Ja klar. Aus den anfänglichen so hart erkämpften 4 Stunden wurden am Ende nur 2. Gründe: Kai wollte zu seinen Großeltern (offiziell - inoffiziell hatte er einfach keine Lust mehr) und außerdem regnete es ja (offiziell - inoffiziell hatte mein Ex einfach keinen Bock und keine Ideen). Auch das zweite Treffen zwei Wochen später mit beiden Kindern lief nicht ohne Komplikationen ab. Nach 2 Stunden klingelte hier zu Hause schon das Telefon, ob ich denn gekocht hätte - die Kinder hatten Hunger. Na, kann der Kerl den beiden nicht selbst etwas zu essen kaufen? Wie faul ist der eigentlich?
In diesem Monat hatte ich tatsächlich einige Vorstellungsgespräche. Eines davon stellte sich sogar als positiv heraus, ich hatte endlich wieder einen Job. In Teilzeit zwar - zumindest vorläufig - aber egal. Hauptsache Arbeit, oder? Ein Lichtblick am tristen Horizont.
Denn die News, die ich aus Übersee las, zogen mich ganz tief herunter. All meine Pläne, die ich gemacht hatte in den Monaten zuvor. All meine Hoffnungen... waren umsonst gewesen. "Ich schaffe es nicht an Weihnachten, ich hab da diese Gerichts-Sache mit meiner Ex." Tja, das war's dann. Weihnachten? Kannste knicken. Keine Lust mehr drauf. Silvester? Sowieso nicht, auch wenn er dann offiziell wieder weg sein wollte. Motivation? Was ist das? Kann man das essen? Da nützte es auch nichts, dass er mir immer wieder versicherte, er würde alles tun, um bald zu mir zu kommen. Da nützte es auch nichts, dass es mich bat, nicht an ihm zu zweifeln. Dann sollt er verdammt auch mal was dafür tun. Dann gegen Ende des Monats erreichte mich noch eine Nachricht (nachdem er zuerst schrieb, er würde ja angeblich im Februar rüberkommen): "Ich hab einige Dinge, um die ich mich hier kümmern muss, die ein Jahr andauern. Danach möchte ich in Deutschland mit dir und den Kindern leben." Tja, und wer fragt mich? Vielleicht will ich das ja gar nicht? Das war dann mal wieder für eine lange Zeit das letzte, was ich von ihm hörte bzw. las. Seine Ex war krank, na und? Von mir aus konnte sie zur Hölle gehen. "Er kehrt niemandem den Rücken", schrieb seine Mutter mir. Nee is klar, niemandem - außer mir. Warum ich nicht schon längst gegangen bin? Ich habe keine Ahnung. Irgendwie hänge ich dennoch an diesem Kerl... außerdem habe ich hier doch nichts zu verlieren. Mein Leben geht auch so weiter, also darf ich doch noch ein wenig hoffen. Oder? Hoffen, dass er endlich mal wieder aufwacht. Und merkt, dass das Leben weitergeht.
Tja, und dann begannen die Magenschmerzen. Und das nicht zu knapp. Aber ich habe mich nicht unterkriegen lassen - habe dennoch auch weiter meine Sachen erledigt. Schließlich hatte ich ja ab November endlich wieder Arbeit.
Was sagten denn die Charts in diesem Monat? Grottig! Psy schlich sich mit seinem "Gangnam Style" auf Platz 1 (meine Tochter hat endlich eine Möglichkeit gefunden, mich zu ärgern) und wechselte sich mit Adele's "Skyfall" ab. Für mich war aber der neue Song von Bruno Mars viel interessanter. "Locked Out of Heaven" machte Lust auf mehr - auf das kommende Album, um genau zu sein.


November 2012
Ich war endlich nicht mehr arbeitslos! Voller Elan ging ich zu meiner neuen Stelle und tat auch alles, was man mir aufgetragen hatte. Wenn ich auch eine Weile brauchte, um die anfängliche Scheu abzuwerfen. Aber das sollte normal sein. Dafür ist eine Probezeit ja schließlich gedacht, oder? Ich ging sogar mit Magenschmerzen arbeiten und ließ mich nicht unterkriegen von Kopfschmerzen etc. Lediglich meinen OP-Termin unterbrach meine Arbeit, aber dieser stand schließlich schon seit Monaten fest.  Mit der Zeit ging ich sogar auch ans Telefon bzw. rief die Kunden auch selbständig an. Natürlich machte auch ich Fehler, bin halt ein Mensch, nicht wahr? Nach einer Woche zog mich die Chefin in die Küche, meinte, ich scheine ja sehr engagiert zu sein, aber wohl noch nicht motiviert genug (oder anders herum, weiß nicht). Sie würde wollen, dass alle ihre Mitarbeiterinnen mit einem Lächeln das Büro betraten. Ja sehr witzig, wenn mein Magen schmerzt... ich lache halt ungern gekünstelt. Mehr als mein Bestes geben konnte ich auch nicht. Ich brauche nicht zu erwähnen, dass ich nicht einmal eine Woche später die Kündigung bekommen habe? Weil ich nach 2 Wochen noch nicht alles perfekt konnte? Weil ich mich gewagt habe, ein Telefonat zur Chefin durchstellen zu wollen, was ich auch hätte annehmen können? Weil andere einen Fehler machten, da sie mir nicht zuhörten - und ich dann eine auf den Deckel bekam? Oder vielleicht, weil ich pünktlich Feierabend gemacht habe, damit ich den Bus noch rechtzeitig bekam? Ich weiß es nicht. Jedenfalls ließ ich mir das nicht bieten und erst einmal meinen Magen untersuchen. Da man nichts fand, überwies man mich zum Internisten. Eine Spiegelung stand also an für Dezember.
Und was sagten die Leberflecke? Achso ja, es wurden weitere OPs gemacht, denn 7 entfernte Leberflecke sind einfach nicht genug. Es sollten doch zumindest 10 sein. Inzwischen sehe ich so aus, als hätte man mich ausgepeitscht und auf meinem Oberschenkel Tic-Tac-Toe gespielt.
Der 3. Teil von "Shades of Grey" trudelte bei mir ein - gleich doppelt. Wer also ein Exemplar braucht...
Jedenfalls bin ich bis heute noch nicht fertig mit dem Buch. Da habe ich mich lieber dem 7. und 8. Teil von "House of Night" und dem ersten Teil von "Black Dagger 10" gewidmet.
Was sagte die USA? Nicht wirklich viel. Ich hörte, er wäre plötzlich nicht mehr "bereit" sich zu binden... also entweder man liebt jemanden, oder man liebt ihn nicht. Aber ein Zwischending gibt es für mich nicht. "Ich will euch in meinem Leben, aber ich weiß nicht, ob ich dazu bereit bin. Ich bin einfach nicht so bereit wie vorher... ich möchte einfach nur um meinen Vater trauern, ohne jemanden, der mich stört." Hm ja klar, ich mein, der Mann ist nun schon 4 Monate tot... da kann man auch nicht genug getrauert haben? Sicher, solch ein Verlust ist schwer zu verkraften - nichts kann eine solche Person ersetzen. Aber aufgeben sollte man dennoch nicht. Meine Meinung. Na gut, weiter im Text.
Ende des Monats kam dann auch endlich die neue Wii U heraus, welche seither bei uns im Wohnzimmer thront. 
Oh und dann haben wir noch die Chippendales, welche ich mir in Düsseldorf anschauen bzw. anlechzen durfte. Gott, war das ein Abend. Ich habe ihn bis zur letzten Sekunde genossen. Leider wurde er ein wenig durch Kopfschmerzen getrübt, aber zum Glück nur leichte. Aber ein ausführlicher Bericht zu diesem Event folgt noch - versprochen. Jedenfalls tat es richtig gut, endlich mal wieder von jemanden umarmt zu werden - auch wenn es professionelle Tänzer waren. Egal, sie gaben mir irgendwie das Gefühl, das ich schon so lange vermisst hatte: Dass ich doch etwas Besonderes bin. Natürlich blieb dieser Besuch nicht einmalig. Das Ticket für 2013 ist bereits geordert *zwinker*.
Von den Treffen zwischen Kinder und Ex gibt es nicht viel zu berichten, weil er ganz einfach nur eines eingehalten hat. Dann wurde er angeblich krank, ist klar.
So, kommen wir zu der Musik. Was sagen denn die Charts? "Diamonds" von Rihanna hält sich seit November hartnäckig auf Platz 1. Alicia Keys brachte mit "Girl on Fire" nach langer Zeit auch wieder einen Song auf den Markt. Außerdem habe ich einen Ohrwurm von: "Fühlt sich wie Fliegen an" von Max Herre feat. Cro, "Don't you worry child" von der Swedish House Mafia, "Ja" von Silbermond und "Sweet Nothing" von Calvin Harris feat. Florence Welch. Oh und ich kann von nun an in Sachen "ärgern wir die Mama" kontern, denn da gibt es den Song "Sonnentanz" von Klangkarussell, den Gina überhaupt nicht leiden kann ;)


Dezember 2012
Die Welt geht unter - oder nicht? Zumindest glaubten viele Leute daran. Oder taten zumindest, als würden sie daran glauben. Natürlich machte ich bei dem Spaß mit - und dachte mir "Gut, wenn es wirklich passiert, dann habe ich keine Probleme damit." Doch leider war dem nicht so. Sonst würde ich jetzt hier nicht schreiben, hm? 
Achja: Der Winter brach Anfang des Monats über Deutschland ein. Kein Witz jetzt. Viele haben sich beschwert, es sei zu früh. Aber ich sag nur: Hättet ihr das mal genossen! Sogar hier unter der Käseglocke blieb der Schnee liegen und war auch für unsere Verhältnisse recht hoch. Zum Glück hatte ich an dem Wochenende keinen Flurdienst *grins*
Meine Magenspiegelung fand also statt und, um ehrlich zu sein, kann ich nicht sagen, wie es war. Denn ich habe die gesamte Untersuchung verschlafen. Zumindest kann ich mich an nichts erinnern. Herrje, wie ich das hasse, wenn irgendwer an mir herumdoktort und ich einfach einen Blackout habe. Ergebnisse habe ich noch keine - erst im neuen Jahr. Alles, was ich weiß ist, dass ich eine Entzündung im Magen habe. Das war aber auch schon alles. Und was meine Leberflecke betrifft, so leide ich an einer Pigmentstörung. Mehr weiß ich auch nicht.
Meine Eltern fuhren auf ihren alljährlichen "Christmas-Runaway-Trip", somit hatte ich für zwei Wochen wieder ein Auto zur Verfügung. In dieser Zeit hatte ich mir vorgenommen, meine langjährige und treue Senseo durch eine neue Kaffeemaschine zu ersetzen. Zu viel Süßstoff hatte ich in letzter Zeit für eine Tasse Kaffee gebraucht. Nun steht seit einer Woche eine nagelneue Dolce Gusto, liebevoll Gloria genannt, in meiner Küche. Und was soll ich sagen? Süßstoff brauche ich seither nicht mehr. Komisch, oder?
Außerdem fand bei uns erstmals eine echte Nordmanntanne den Weg ins Wohnzimmer. Warum? Weil ich einfach keine Lust hatte, ständig den künstlichen Baum aufzustellen - allein. Die letzten 4 Jahre hatte es mich immer alle Nerven gekostet, das Teil in den Christbaumständer zu hieven. Dem wollte ich jetzt entgehen.
Oh ja, und dann haben wir da noch etwas: Pünktlich zum Winteranfang brach über Deutschland der Frühling herein! Richtig gelesen. Die Minus-Temperaturen sind Schnee von gestern (blödes Wortspiel), hoch leben die abendlichen Spaziergänge ohne Jacke. Oder so. Im Radio spielten sie liebevoll sogar schon "Einslive - Sommer im Sektor". Und unser Essen an Heiligabend wurde für mich zu einer Schwitz-Orgie, weil ich bei +14°C mit dickem Pulli und Jacke herumlaufen musste. Irgendwo in Süddeutschland gab es sogar einen Hitzerekord von +18°C oder so, und nicht selten habe ich in den letzten Tagen auch Leute mit T-Shirts herumlaufen sehen. Frag mich nur, wie der Frühling so werden wird, wenn der Winter schon warm ist. Ich ahne Schlimmes.
Tja, der Arbeitsmarkt hat mich immer noch nicht wieder. Das Ergebnis meines letzten Vorstellungsgespräches erhalte ich erst im Januar. Aber irgendwie glaube ich nicht, dass es etwas wird. 
Die Besuche von meinem Ex blieben - zumindest bis Weihnachten - aus. Er wisse ja nicht, was mit ihm los sei. Ich wusste es aber: Er war schlichtweg zu faul. Das Treffen an Weihnachten hatte er auch absagen wollen - hatte ne ganze Weile gedauert, bis er dann doch hier aufkreuzte. Tja, und beim gestrigen Treffen schoss er dann ganz den Vogel ab: Er widersetzte sich dem richterlichen Urteil und brachte seine Freundin mit. Das wird ein Nachspiel haben! Haben die Kinder Geschenke bekommen von ihm? Nein! Hatte Gina endlich ihr Smartphone? Nein! Er meinte, sie bekäme erst einmal ein Tastenhandy (Nokia 3210), damit er "gucken kann, wie sie damit zurecht kommt" - hm klar, wie soll er das denn überprüfen?
Und die USA? Oh, einige kurze Gespräche hatte ich schon... aber wirklich nur ganz kurz. Zumindest bekam ich ein Dankeschön für mein Weihnachtsgeschenk - zumindest von ihm. Aber für sein Geburtstagsgeschenk hat er sich noch immer nicht bedankt. Außerdem sagte ich, dass ich schon gern das nächste Mal ein Foto mit uns allen gemeinsam hätte - und als Antwort bekam ich "Ich hoffe es auch". Aber wie ich das interpretieren soll, weiß ich leider nicht. Also endet das Jahr in dieser Beziehung genauso, wie es begonnen hat: Einsam und ohne das Wissen, ob und wann sich endlich etwas ändern wird.
Außerdem habe ich es in diesem Monat (genaugenommen am 2. Weihnachtstag) endlich geschafft, mein heiß geliebtes "The Legend of Zelda - Skyward Sword" zu beenden. Nach fast einem Jahr wurde es auch langsam Zeit... so lange habe ich noch nie für ein Zelda-Spiel gebraucht *seufz*.
Chartsmäßig hat sich nicht viel verändert. Wie gesagt, Platz 1 ist immer noch derselbe. Auch läuft ganz oben Seeed mit "Augenbling". Und dann hätten wir noch Lucas Graham mit "Drunk in the Morning" und P!nk mit "Try". Meine Ohrwürmer sind (neben denen von November) noch "Troublemaker" von Olly Murs feat. Flo Rida, "Hall of Fame" von The Script feat. Will IAm und "Beneath your Beautiful" von Labrynth feat. Emeli Sandé.


Kinofilme im Jahr 2012, an die ich mich gern erinnere (die ich auch im Kino gesehen habe):
"American Pie 4 - Reunion"
"Breaking Dawn - Biss zum Ende der Nacht 2"
"Madagascar 3 - Flucht durch Europa"
"Paranormal Activity 4"
"Possession - Das Dunkle in dir"
"Ted"

Meine gelesenen Bücher:
"Black Dagger - Vampirschwur" J.R. Ward
"Black Dagger - Nachtseele" J.R. Ward
"Wächterin der Dunkelheit (Dark Hunter 8)" Sherrilyn Kenyon
"Dark Harvest - Kismet Knight 3" Lynda Hilburn
"The Darkest Seduction - Lords of the Underworld 9" Gena Showalter
"Unleash The Night - Dark Hunter 9" Sherrilyn Kenyon
"Vampire - das große Lesebuch" Tilmann Spreckelsen (abgebrochen)
"Gejagt - House of Night 5" P.C. Cast
"Versucht - House of Night 6" P.C. Cast
"Verbrannt - House of Night 7" P.C. Cast
"Geweckt - House of Night 8" P.C. Cast
"Geheimes Verlangen - Shades of Grey 1" E.L. James
"Gefährliche Liebe - Shades of Grey 2" E.L. James
"Tagebuch eines Vampirs 8 - Jagd im Abendrot" Lisa J. Smith
"Tagebuch eines Vampirs 9 - Jagd im Mondlicht" Lisa J. Smith
"Black Dagger - Liebesmond" J.R. Ward
"Ruhe sanft, Bridget" Paige Harbison (Mystery Roman)
sowie sämtliche Mystery Romane
zur Zeit lese ich noch "Befreite Lust - Shades of Grey 3" von E.L. James



Morgen ist also der 31. Dezember 2012. Der letzte Tag des Jahres. Zeit für ein Resumé, was die guten Vorsätze betrifft. Aber dies mache ich in einem anderen Post. Was haben wir also erlebt? Eine Olympiade in England, eine EM, in der Deutschland wieder einmal von Italien geschlagen wurde. Einen Sommer, der viel zu früh wieder ging (und dann doch im Herbst wiederkam) und ein Winter, der in Wirklichkeit (zumindest bisher) kein Winter war. Außerdem haben wir den Weltuntergang überlebt - mal wieder. Die Maya hätten einfach nur in ihren Schriftrollen vermerken sollen, wo sie den nächsten Kalender aufbewahrt hatten... dann wäre dieser ganze Trubel um 2012 so nie passiert (dann gäbe es auch den Film nicht... hmm).
Naja, jedenfalls ist alles gekauft, um den Jahreswechsel unbeschadet zu überstehen. Also dann, einen guten Rutsch und einen erfolgreichen Start in ein hoffentlich besseres Jahr.

2012 - Jahresrückblick, Teil 2

So, es wird Zeit für den nächsten Teil meines Jahresrückblicks. Schließlich hab ich noch so 1-2 andere Posts, die ich hier gern niederschreiben würde - möglichst vor Jahreswechsel. Die Zeit drängt also, lol.
Los geht's.


April 2012:
Der Monat begann für mein Selbstbewusstsein gleich mit einer ganz tollen Überraschung. Als Teenager hatte ich eine ganz tolle schwarze Levi's 501, meine erste Jeans dieser Marke überhaupt. Die Gründe, weshalb ich sie überhaupt erst kaufen konnte, waren zwar zu dem Zeitpunkt negative (mein Ex hatte zum ersten Mal mit mir Schluss gemacht - hey, er war mein erster wirklich fester Freund gewesen...), aber dennoch liebte ich diese Jeans. Und hasste es, als sie kaputt ging. Aber ich schmiss sie nie weg. Als ich zum ersten Mal schwanger wurde, war sie geflickt, ich musste sie aber in den Schrank legen, da sie schlichtweg einfach nicht mehr passte. Da ich nach Kais Geburt rapide abnahm (dank meiner Krankheit), passte sie auch schnell wieder, war sogar irgendwann zu groß. Tja, und dann kam Gina. Und seither liegt eben jene Jeans nur noch im Schrank. Mal war der Po zu dick, mal die Oberschenkel - ich hab sie einfach nicht mehr tragen können. Wenn sie überhaupt über den dicken Hintern ging, dann bekam ich sie aber nie mehr zu. Also packte ich sie als Motivationshilfe in meinen Kleiderschrank, denn irgendwann wollte ich wieder hineinpassen.
Tja, und genau das ist dann im April passiert. Und ich passte nicht nur wieder rein - sie ging auch ohne Probleme zu. Ohne Bauch einziehen, ohne aufs Bett legen, oder was man gern für Tricks anwendet, damit man alle Knöpfe zubekommt. Man, was war das ein Erfolgserlebnis! Und seither war meine Motivation - zumindest in diesem Bereich - wiederhergestellt und größer als jemals zuvor.
Nun, und dann kam der Durchhänger und ich hatte ziemliche Essprobleme. Konnte fast zwei Monate lang so gut wie keine Nahrung bei mir behalten, und wenn doch, dann war es wirklich wenig. Ich schob es auf meine spezielle Verbindung, welche ich mit A. hatte (vielleicht immer noch habe? Weiß nicht), denn nicht zu selten konnte ich irgendwie spüren, dass es ihm mies ging - und umgekehrt. Hört sich komisch an, ist auch schwer zu erklären. Aber ich kann viele Dinge einfach nicht anders erklären. Naja, egal. Wie dem auch sei, jedenfalls ging es gesundheitlich bei mir bergab - und bei ihm auch. 
Dann kam von dort irgendwann die Nachricht, er habe ja ein ganzes Semester verpasst und müsse evtl. im Sommer alles nachholen. Also stand unser Treffen auf der Kippe. Ich wieder total depri, und um ehrlich zu sein, habe ich sogar gedacht, er mache das extra. Aber ich habe die Hoffnung niemals aufgegeben. Niemals.
Unsere Geburtstags-Saison ging zu Ende und ich hatte dem Kuchen erst einmal wieder abgeschworen. Das ist einfach zu viel jedes Jahr.
Okay, was meinen Ex betrifft... wir hatten uns also Anfang April vor dem Rathaus getroffen zwecks Kinder-Reisepässe. Er tauchte auch wirklich auf - wortwörtlich um 5 vor 12. Natürlich musste ich die Pässe allein bezahlen, warum sollte er auch einen müden Cent beisteuern? Schließlich bin ich es ja, die auswandern will *feix*. Es gab im Anschluss daran ein Gespräch zwischen uns, in denen er den Kindern schwor, sie nie wieder dazu zu zwingen, ihn zu besuchen. Okay, Gina wollte dann gleich über Ostern zu ihm - Kai natürlich nicht. Außerdem sicherte Heinz der Kleinen wieder einmal zu, ihr ein Smartphone zu schenken (was er übrigens nie einhielt). Das wars dann auch wieder. Gina war über Ostern bei ihm, mehr Kontakt gab es nicht wirklich. Er wollte, glaub ich, im Mai nochmal nach Wegberg kommen wegen Kai, welcher nix dagegen einzuwenden hatte.
Einen neuen Job gab es für mich im April übrigens auch nicht - wieso auch...
Und Musiktechnisch? Gab es da was neues? Außer, dass "Too Close" nun auch endlich für Bewegung an der Chartspitze sorgte, wuselte Cro auch weiterhin mit seinem "Easy" dort herum


Mai 2012
Tja, da haben wir ihn also, den Besuch meines Ex, welcher sich mit meinem Sohn zusammen ein paar schöne Stunden machen wollte. Und wen nahm er am Ende mit? Genau. Gina! Weil Kai nicht konnte oder wollte. Selbstverständlich waren sie nicht länger als 2 Stunden unterwegs, und meine Tochter saß einen Großteil davon mit ihm (und Anhang) in der Pommesbude und sah ihm, bei einer oder zwei Pommes (nicht Portionen), beim Automaten-Spielen zu. Interessantes Treffen, oder?
Nun, zwei Wochen später kam er noch einmal wieder, für Kai. Auch hier waren sie nur zwei Stunden unterwegs - warum sollte man mit seinen Kindern auch etwas zusammen unternehmen? Ist doch viel zu viel Arbeit.
Ansonsten gab es aber nichts Neues. Keine Anrufe, keine eingehaltenen Versprechen, gar nichts. Wegen der Sommerferien wollten wir noch einmal miteinander sprechen, aber dieses Gespräch hatte nie stattgefunden. 
Neues aus Amerika? Natürlich. Endlich ging es ihm besser, so mit einer neuen Niere. Aber das sollte nur von kurzer Dauer sein - ich sag das jetzt mal ganz genau. Natürlich kristallisierte sich schon jetzt heraus, dass der Sommer nicht nur auf der Kippe stand, sondern wahrscheinlich ganz flachfallen würde. Monsieur musste zur Therapie, weil sein ach so geliebter Vater ihn quasi monatelang ans Bett gefesselt hatte. Für ihn gab es ja nur eine Art Medikation für jegliches Wehwehchen (außer Ginger Ale trinken): Schlafen! Also stand A. permanent unter Schlaf- und Schmerztabletten, und die Antwort, die ich zu 95% von der Mutter erhielt, wenn ich nach ihm fragte, war "Er schläft gerade." Lächerlich. Natürlich machten die Muskeln irgendwann schlapp und er konnte nicht mehr wirklich laufen. Aber warum sollte ich davon auch Ahnung haben? Sein Vater war ja schließlich der Arzt *kopfschüttel*. Nun, jedenfalls hatten wir unser Einjähriges, und ich hatte danach drei Wochen lang kein Sterbenswörtchen von ihm gehört. Selbstverständlich bekam ich allmählich Zweifel - wem würde es nicht so gehen? Demnach ging meine Laune auch ganz tief runter.
Nun, und so ging der Mai dann auch zu Ende - irgendwann. Hatte einige Vorstellungsgespräche, aber eine Zusage? Nö, warum auch? Bin ja nur ich.
Die Charts wurden derweil aufgemischt von etwaigen Fußball-Songs, der Titel "Tage wie dieser" von den Toten Hosen wurde zur Fußballhymne gekürt. Und "Too Close" war immer noch ganz oben mit dabei. Und auch die Ärzte mischten endlich wieder mit, wurde auch Zeit.
Ohja und das Wetter noch schnell: Es war Sommer! Zumindest begann er langsam aber sicher.


Juni 2012
Der Monat begann für mich mit einer ganz tollen Nachricht: Ich hatte einen Job! Zwar nur für zwei Monate als Krankheitsvertretung - aber die Option auf länger war nie ganz vom Tisch. Klar, in der Finanzbuchhaltung - das Gebiet, von dem ich mal so gut wie keine Ahnung hab. Aber ich habe ihn dankend angenommen. Vollzeit auch noch dazu - das freute mich noch mehr. Selbst das Gehalt konnte sich sehen lassen. Natürlich tat ich, was ich konnte - und machte auch hin und wieder Fehler. Aber Beschwerden gab es eigentlich keine.
Der Sommer war, wie im letzten Abschnitt erwähnt, endlich da. Dementsprechend heiß war es auch im Büro (wir saßen ja direkt zur Nordseite, somit war es zeitweise einfach unerträglich heiß). Und es sollte auch so schnell kein Ende in Sicht sein - zumindest vorerst.
Vom Ex gab es... nicht wirklich Neues. Außer - oh ja, er regte sich mal wieder auf. Oder nicht er, sondern seine Freundin. Weil die Kinder nicht bei ihm übernachten wollten. Aber für ihn (bzw. seine Schnalle) war ich natürlich die Schuldige. Weil ich es den Kindern ja verbot. Ich Böse. Aber das sollte noch nicht alles gewesen sein - wo kämen wir denn dahin? 
Das diesjährige Ferienprogramm rückte auch immer näher, aber dieses Mal waren beide Kinder zu faul, um sich dort anzumelden. Denn sie hätten es allein machen müssen, da ich ja vor 17 Uhr nicht zu Hause war. Aber sie wollten ja mit den Messdienern im August einige Tage "Spaß haben" - was auch immer die unter Spaß verstehen.
Nun gut, die USA also mal wieder. A. war endlich aus der Therapie zurück und meldete sich sogar bei mir. Natürlich fiel unser Treffen ins Wasser - ich hatte es ja irgendwie vermutet. Er sagte, wir hätten evtl. eine Woche im Juli, aber er könnte mir dies noch nicht genau sagen. Die wurde dann aber auch zwei Wochen später gecancelt. "Aber wir haben ja immer noch Weihnachten." Na klar, noch einmal sechs Monate warten. Aber darin war ich ja inzwischen Profi. Klar war ich deprimiert, wer wäre das nicht? Auch ich brauche hin und wieder mal eine Umarmung, Zuneigung, Liebe...
Oh und Musik? Ach genau, der Eurovision Song Contest lief ja, und somit tauchte dann auch "Euphoria" von Loreen in den Charts auf und machte sich auch ganz kurz auf Platz 1 breit. Ansonsten gab es aber nicht wirklich Neues zu berichten.


So, das war dann mein zweiter Teil - der Dritte folgt evtl. noch im Laufe des Tages. Bis später dann.

2012 - Jahresrückblick, Teil 1

Sehnlichst erwarte ich schon den 1. Januar. Denn dann ist dieses besch...eidene Jahr endlich vorüber und man kann zumindest versuchen, die Fehler, welche man dieses Jahr verbrochen hat, im nächsten zu vermeiden. So oder so ähnlich.
Nun gut, fangen wir mal an, wie mein persönliches Jahr 2012 so verlaufen ist. Es gab sicher auch gute Momente, aber die kann ich an einer Hand abzählen. Das Jahr quoll nur so über von traurigen Momenten, Aufregern und Zeiten, in denen ich mir am liebsten eine Kanone an den Kopf gehalten und abgedrückt hätte, um dem endlich ein Ende zu setzen.
Ich werde mich mal den ersten 3 Monaten widmen.


Januar 2012
Das Jahr, welches ja für viele das letzte Jahr auf Erden sein sollte, hatte also mit einem Knall begonnen. Nach meinem ersten Anruf in die Staaten, bei dem ich erst einmal bewiesen hatte, dass man auch leicht angetrunken noch einigermaßen Englisch sprechen kann, sollten für mich eigentlich ganz tolle 366 Tage folgen. Eigentlich ist aber hier das Schlüsselwort. Doch dazu später mehr.
Mit meinem Ex gab es auch weiterhin Streit, es herrschte Funkstille, schon seit Monaten. Wir befanden uns inmitten eines Verfahrens, bei dem es um die Reisepässe meiner beiden Kinder geht. Er weigerte sich weiterhin hartnäckig, seine Unterschrift zu geben, mit den Worten, ich wolle ja auswandern und das würde er nicht zulassen. Seine Lügen hatte ich so satt. Aber er macht so etwas ja ohne Wimpernzucken. Meine beiden Kinder hingegen blühten in der Schule auf, es gab super Noten. Nur zu Hause stritten sie nach wie vor regelmäßig und nicht gerade leise.
Jobmäßig gab es nichts neues, leider. Langsam begann ich mich zu fragen, wozu ich eigentlich die Modulare Qualifikation bei der DAA gemacht habe. 
Ich war superduper verliebt bis über beide Ohren und fieberte unserem ersten Treffen entgegen, welches sich immer weiter näherte. Hin und wieder störte mich aber die Ignoranz, die sich mit der Zeit noch erhöhen sollte. Mensch, damals hätte ich die Zeit noch genießen sollen...
Im Radio spielten sie "Somebody That I used to know" von Gotye rauf und runter. Ebenfalls konnte meine Tochter mich mit diesem dämlichen Song "Ai Se Eu Te Pego" in den Wahnsinn treiben.


Februar 2012
Die Karnevalszeit näherte sich ihrem Höhepunkt - was für mich bedeutete, dass meine beiden Kinder wie jedes Jahr kurz bevor es zu spät ist noch schnell ihre Kostüme besorgen mussten. Sie lernen einfach nie aus. Und so waren Tränen auch schon vorprogrammiert. Aber das wird sich nie ändern, denn Karneval kommt ja auch im kommenden Jahr wieder ganz überraschend...
Außerdem nahte einer der schlimmsten Tage für Alleinstehende: Valentinstag! Mir graut es vor solchen Tagen... irgendwie. Aber in diesem Jahr erreichte mich tatsächlich ein größerer Umschlag aus Übersee. Inhalt: Eine Kette mit Herzanhänger und ein silberner Ring mit einem Rubin in der Mitte. Der besagte Ring der Großmutter, von dem mir schon im Vorfeld so viel erzählt wurde. Ich ließ ihn natürlich gleich beim Juwelier auf Echtheit prüfen, was dieser dann auch bestätigte. Mein Herz machte Freudensprünge, endlich bekam ich mal etwas mehr als nur ein lausiges "ich liebe dich" als Nachricht.
Dann nahte Kais 15. Geburtstag und zeitgleich wurde A. krank. Hätte ich anfangs gewusst, dass es sich um etwas längeres handelte, hätte ich wahrscheinlich die Zeit mehr genossen. Aber so etwas kann man ja nicht wissen - oder?
Meine Karriere als Rollenspielerin im Bereich Black Dagger hatte ich zwischenzeitlich an den Nagel gehängt - es nützte einfach nichts, wenn der Partner nie da war. Also begann ich wieder ganz allmählich, meine Bücher zu lesen.
Temperaturmäßig befanden wir uns im tiefsten Winter -12°C war gar nichts...
Ich begann, regelmäßig sonntags zu backen, was für mich etwas ganz neues war.
Auch in diesem Monat sah es auf dem Arbeitsmarkt miserabel aus - aber aufgeben darf man ja nicht, gell?
Es gab Zwischenzeugnisse für die Kinder, die sich wirklich sehen lassen konnten. Soll also keiner sagen, sie würden unter der monatelangen Trennung vom Vater... äh Erzeuger leiden. Dieser hatte es noch nicht einmal zustande gebracht, seinem eigenen Sohn zum Geburtstag zu gratulieren, dies nur mal kurz angemerkt. Aber war Kai enttäuscht? Nein. Irgendwie hatte er es gewusst, ließ er verlauten.
Ebenfalls begann die Fastenzeit - und wie jedes Jahr habe ich mir auch dieses Mal vorgenommen, gänzlich auf Schokolade & Co. zu verzichten. Ob es klappte? Naja, indirekt schon. Schokolade war nicht wirklich das Problem - aber Gummibärchen u.ä. schon.
Im Radio spielten sie in diesem Monat die neueste Single von Tim Bendzko "Ich laufe". An der Chartsspitze hatte sich im Vergleich zum Vormonat nichts geändert. "Video Games" von Lana del Rey gehörte ebenso immer noch dazu wie "Levels" von Avicii und "Heart Skips a Beat" von Olly Murs.


März 2012
Der Monat begann gleich mit einem Desaster. Da hatte ich es gut gemeint und selbst gebackene Kekse in die USA geschickt - bekam auch ein herzliches Danke von dort... um am nächsten Tag die Frage gestellt zu bekommen "Liebes, was hast du denn da reingetan? Meine Kinder hatten eine allergische Reaktion." Toll! Woher sollte ich das auch wissen? Fühlte mich natürlich einerseits total mies, aber andererseits sagte mir auch niemand, dass fast die gesamte Sippschaft eine Allergie gegen Vanille hat. Also krankheitsmäßig tat sich auch in diesem Monat keine Besserung - im Gegenteil. Aber darauf möchte ich jetzt wirklich nicht näher eingehen - hat mich schon genug Nerven gekostet. Am besten war immer noch meine Glückwünsche um 1 Uhr morgens: "Herzlichen Glückwunsch, baby. Ich hatte einen schrecklichen Tag, weil mein Fieber zurück gekommen ist." Bähm! Da fängt der Tag doch gut an, oder?
Außerdem kamen wir mit unseren Recherchen über meinen Ex endlich weiter. Er gab es nämlich tatsächlich zu, dass er nicht arbeiten wolle. Erst, wenn er verheiratet sei, da er ernsthaft meinte, er müsse ja dann für die Kinder keinen Unterhalt mehr zahlen, weil er ja eine neue Familie habe. Dumm gelaufen... Nun, stattdessen schickte er seine Schnalle arbeiten - die es übrigens auch nicht packte. Frag mich bis heute noch, wie sie überhaupt in den Betrieb kommen konnte.
An Ginas Geburtstag hatte er sich übrigens auch nicht gemeldet. Aber dafür an meinem. Nach 7 Monaten hatte er es tatsächlich geschafft, hier anzurufen. Klar, der Verhandlungstermin rückte auch immer näher, und dort wäre ihm wieder einmal ein Recht genommen worden und ich hatte schon fast die Vollmacht, auch in Ausweisangelegenheiten allein zu entscheiden. Aber dies hatte er mir ja dann gründlich versaut. Mit solchen Worten wie "Du hättest doch einfach fragen können" kam er an - als ob. Einige Tage später wollte er sich mit uns am Rathaus treffen, zwecks Beantragung der Reisepässe für die Kinder. Von einem Missverständnis war hier die Rede. Ja klar.
Gesundheitlich gab es bei mir etwas Seltsames zu verzeichnen. 33 Jahre lang hatte ich Ruhe und niemals irgendein Anzeichen von Heuschnupfen oder sonstigem. Aber in diesem Jahr musste ich plötzlich verstärkt Nießen und hatte Probleme mit einer tränenden Nase. Ich hoffe, dieses Phänomen war einzigartig - denn ich hab keine Lust, in meiner Lieblings-Jahreszeit auf irgendwas zu verzichten.
Vom Stress mit meinen Kindern muss ich jetzt nicht reden, oder? Die beiden stritten auch weiterhin wie ein älteres Ehepaar.
Und mein Spar-Umschlag für Weihnachten füllte sich auch weiterhin langsam aber stetig. Ich war irgendwie auch stolz auf mich selbst. Aber schließlich hatten wir ja einige Dinge, die wir uns zu Weihnachten gönnen wollten. Allem voran stand da erstmal das Fahrrad für meine Tochter, nachdem ihr vorheriges im Dezember 2011 geklaut worden war und ihr Erzeuger einfach nicht in die Pötte kam, ihr aber stattdessen ein klappriges Etwas schenkte, mit dem ich noch nicht einmal meinen ärgsten Feind auf die Straße lassen würde.
Ohja und Gina begann mit ihrer Kampagne gegen Jeans... und ich komm einfach nicht dagegen an.
Und Musik? Oh, schauen wir mal nach. Nun, an der Chartsspitze hatte sich auch weiterhin nichts getan und meine Tochter brachte mich auch weiterhin zur Weißglut. Aber ich hatte einen Ohrwurm von "Summer Paradise" von Simple Plan. Außerdem gab es einen weiteren Ohrwurm, den ich auch bis heute noch sehr gern höre: "Too Close" von Alex Clare.


Tja, wie man sieht, hat das Jahr 2012 nicht gerade einen sehr interessanten Beginn gehabt. Wir warten mal ab, was der 2. Teil bringt, den ich dann evtl. morgen schreiben werde.
Bis dahin, machts gut.

2012 - Ein Jahr geht zuende...

Langsam aber sicher nähert sich das Jahr 2012 seinem Ende. Und ehrlich gesagt bin ich auch ganz froh darüber. Von positiven Dingen kann ich nicht sehr viel erzählen - sie fanden einfach nicht statt. Negative Erinnerungen dagegen häufen sich leider viel zu sehr.
Also werde ich in den nächsten Tagen dieses Jahr mal Revue passieren lassen und schauen, was es da zu berichten gibt und was man besser für sich behält...

Also bis später.

Unnützes Urteil

Was habe ich verwundert dreingeschaut, als da plötzlich diese Ladung vom Gericht in meinem Briefkasten lag. Was habe ich die Stirn gerunzelt, als ich las, mein ach so hoch geschätzter Exmann wolle den Umgang mit den Kindern einklagen... den ich ihm ja angeblich verweigern würde. Und was habe ich mit dem Kopf geschüttelt, als ich die Gesichter meiner Kinder sah, die doch wirklich alles andere als schon wieder vor Gericht aussagen wollten. Aber was sollte ich tun? Einfach nicht erscheinen? Dann hätte der Idiot ja etwas gegen mich in der Hand gehabt! Also tat ich das einzigst Mögliche und rief meine Anwältin an.

Tja, gesagt getan. Der Termin war eine Woche später (lange Zeit zur Vorbereitung blieb da nicht). Natürlich passierte das, was ich schon von Anfang an vermutet hatte: Er log, dass sich die Balken biegen. Ließ die Kinder schlecht da stehen, ließ mich sowieso schlecht da stehen. Und wieviel Zeit blieb mir, überhaupt zu reagieren? Genau: 2 Minuten! Meine Sicht der Dinge war mal vollends unwichtig. 

Natürlich war Gina an Ostern nicht bei ihm... hat dieser Kerl doch einen Zwillingsbruder, der sie am Karfreitag hier abgeholt hatte? Dumm nur, dass meine Tochter sich eben auch an dieses Wochenende erinnern konnte.

Viele Widersprüchlichkeiten, wenn man mich fragt - und auch die Richterin merkte schon zu Beginn, dass er doch eigentlich viel zu dick aufträgt - so kam es mir jedenfalls vor. Mein Sohn habe ihm ja erzählt, ich würde auswandern wollen, weil ich ja jemanden aus Amerika kennengelernt hatte. Deshalb keine Reisepässe. Blabla... natürlich. Gerade mein Sohn. Der doch am liebsten Wegberg nie verlassen würde, wenn es nach ihm ginge. Ausgerechnet mein Sohn, der zu der Zeit schon gar nicht mehr mit ihm gesprochen hatte. Natürlich... wusste gar nicht, dass mein Sohn inzwischen 69 Jahre alt ist, das Geschlecht gewechselt hat und sich meine Ex-Schwiegermutter schimpft.

Nun gut, die Kinder sagten dummerweise beide das gleiche aus. Und zwar? Genau, dass sie die ach so tolle Freundin/Verlobte/Schlammgefährtin oder wie sie sich noch nennen mag, nicht dabei haben wollten, wenn sie ihren Erzeuger treffen. Was dieser natürlich überhaupt nicht verstehen konnte. Also wurden beide Kinder innerhalb der letzten Woche sowohl von ihm als auch von seiner Gefährtin ausgequetscht, warum sie das denn gesagt haben. Ist das nicht letztendlich egal?

Okay, und was hat das ganze Verfahren gebracht? Er wollte seine "Kinder" unbedingt sehen - alle zwei Wochen... hätte er jederzeit gekonnt, er hätte nur herkommen brauchen. Nun hat er sich verpflichtet, alle zwei Wochen hierher zu fahren, um sie zu sehen. Ansonsten bekommt er Ärger. Nun kann er nicht mehr sagen "Sie können ja zu mir kommen, ich hab kein Geld." 
Und die Treffen dürfen nicht mehr mit seiner Bettgefährtin stattfinden. Frag mich, wie er das durchziehen will - besonders an Weihnachten *zwinker*. 
Dort übernachten? Nee, das brauchen beide Kinder glücklicherweise nicht. Sie müssen ihn nur jetzt jeden 2. Samstag für 4 Stunden sehen (wovon beim 1. Treffen übrigens nur 2 Stunden übrig blieben, weil das Wetter ja so miserabel war und mein Sohn unbedingt noch zu meinen Eltern wollte). Herrje, lernt der Kerl es eigentlich nie?

Und was machte er, als wir den Sitzungssaal verließen? Genau, gleich wieder nachfragen "Wie sieht's denn mit dem 14.11. aus? Da hätte ich die Kinder schon gern bei mir, da hat immerhin meine Mutter Geburtstag." Hö? Hatten wir nicht gerade gesagt, alle 2 Wochen samstags? Nur weil ich ihm den 2. Weihnachtstag zugesichert habe, muss er gleich schon wieder Zusatztreffen vereinbaren? Mitten in der Woche? Nee, nicht mit mir.

Diese Verhandlung war echt das Lächerlichste, was ich je erlebt habe. Absolute Zeitverschwendung. Naja, aber wenn er meint, er habe gewonnen... lassen wir ihn mal in dem Glauben. So lange, bis er wirklich merkt, was er im Grunde damit erreicht hat. Nämlich gar nichts. Außer vielleicht... noch weniger Respekt, als er eh schon hatte.

Schönen Tag noch.

Ode an J.

Oh, du engelsgleiches Wesen (wenn diese nervigen, überall auftretenden sechsbeinigen Plagegeister Engel heißen),
du hast mein Leben wieder lebenswert gemacht. Was wäre ich denn ohne dich, wenn du mich nicht täglich mit deinen überflüssigen, altklugen und absolut filmreifen Kommentaren belästigen würdest?
Nur durch dich weiß ich, dass meine Gesundheit nun doch nicht vollends auf Hochtouren läuft. Dank dir bekommt selbst mein Badezimmer mich wieder regelmäßig zu Gesicht. Dank dir verdienen die Krankenkassen und Ärzte wieder Unmengen an Geld. Und selbst die Apotheken leiden nicht an Mangelerscheinungen.

Ja, sogar meine Kinder sind dir zu Dank verpflichtet. Denn was wäre Schule ohne schlechte Noten? Was wäre die Deutsche Sprache bloß ohne dich? 

Wer denn sonst, wenn nicht du, würde seinen Kindern beibringen, dass man Haare doch mit zwei "r" schreibt und nicht mit zwei "a". Wie konnte ich nur denken, dass ich klüger sei als du, wo du doch einen Hochschulabschluss hast, ich aber nur einen popeligen Realschulabschluss? 
Oh du holdes Wesen, bis ich dich kennenlernen durfte, dachte ich immer, mein Leben wäre langweilig. Aber du hast es wieder aufgepeppt. Dein holdes Antlitz erhellt den Himmel selbst am hellichten Tag, bringt sämtliche Glühbirnen zum Zerspringen, weil sie doch mit dir nicht mithalten können.

Wie konnte ich nur denken, dass ich diesen Mann, den du nun den deinigen nennst, jemals wirklich glücklich gemacht habe? Wo er doch bei dir weit besser aufgehoben ist. Nein, es war eine gute Sache von mir, ihn dir zu überlassen. Denn nur du kannst sein inneres Tier nach außen kehren. Nur du kannst ihn glücklich machen. Mit deiner Weisheit, deinem Lachen, blickt selbst Einstein vor Neid aus seinem Grabe auf. Was ja auch klar ist, er hatte ja auch keinen Hochschulabschluss. 
Aber bitte verzeih, wenn ich mich mit dir nicht messen kann. Ich möchte einfach nur ein ganz normaler Mensch mit einem popeligen Realschulabschluss sein, in meiner Welt leben mit meinen Kindern, die so leben, wie ich sie erziehe. Deine Ansichten von einer perfekten Welt sind uns einfach zu hoch.

Deshalb, holde Maid, bitte bleibe dort, wo du dich gerade befindest. Im Dreck unter meinen Füßen.

Danke schön.

Menschen ändern sich nie.

  Oder: Wie man als Vater seinen Kindern am besten beibringt, auf welche Weise man Geld verdienen kann, ohne dafür zu arbeiten.  

Wer kennt sie nicht.
Diese wunderbar in allen Farben leuchtenden und dämliche Töne von sich gebenden Spielautomaten, die man in so ziemlich jeder Pommesbude, jeder Kneipe um die Ecke und sogar in etlichen Restaurants finden kann? Wer hatte nicht zumindest schon einmal das Bedürfnis einfach mal ein Geldstück einzuwerfen und sein Glück zu versuchen? Und wer kennt nicht das Gefühl, wenn man eigentlich aufhören sollte, sich aber dann doch sagt "Ach komm, hast gerade ne Glückssträhne... ne Runde geht noch"?
Jahaaa solche Dinger wurden sicherlich nicht ohne Grund entworfen und gebaut...
Aber sollte man als "fürsorglicher Vater" wirklich mit seinem eigenen Kind die gemeinsame Zeit in eben dieser Imbissbude verbringen, nur um an solch einem Automaten sein Geld zu "verdienen"? Ich denke nicht.

So geschehen ist es vor zwei Wochen.
Heinz, seines Zeichens Exmann, kam zu uns, um ein wenig Zeit mit seiner Tochter zu verbringen. Nur die beiden, wurde mir zumindest gesagt. Natürlich kam er gleich noch mit Anhang... den kriegt man ja nur noch im Dreierpack. 
Ohne ein Wort zu wechseln (weil Tochter an der Tür gefragt wurde, herunterzukommen) gingen die beiden also los... und kamen etwa drei Stunden später wieder. Sie hätten ja so viel Spaß zusammen gehabt - und oh - der Papa hat ja Geld gewonnen... 320€! Ohja das war ja so toll...
Im Nachhinein stellte sich heraus, dass die beiden (mitsamt seiner Freundin und des gemeinsamen Sohnes) in der hiesigen Pommesbude um die Ecke waren, in der er sich den dort hängenden Spielautomaten vorknöpfte und einfach mal drauflos spielte... Tochter wurde mit einer kleinen Pommes abgespeist, das mal so als Info. Im Anschluss daran gingen sie dann zum Edeka-Markt, um den Schein zu wahren und der Tochter zumindest ein wenig zu kaufen *lach mich weg*.
Ich mein, muss das denn sein? Kann man seine "kostbare" Zeit mit dem Kind nicht anders verbringen, als am Spielautomaten? Muss man den Kindern denn zeigen, wie man auch "Geld verdienen" kann, ohne dafür zu arbeiten? Das ist echt mal lächerlich. Das hat er früher schon gemacht und ich habe es gehasst - und wie ich sehe, hat er sich kein Stück geändert.

Am gleichen Tag sagte er übrigens unserem gemeinsamen Sohn zu, er würde zwei Wochen später (also letzten Samstag) noch einmal herkommen - nur für ihn. Um mit ihm ein wenig Zeit zu verbringen. Ich stand daneben, von daher weiß ich noch ganz genau, was gesagt wurde. Sohnemann glaubte natürlich, es könnte sich ja doch etwas zwischen den beiden ändern (sie sind seit Jahren verkracht, er hasst seinen Vater wegen diverser Dinge).
Tjoa und dann kam der Samstag Abend - und wer war nicht da? Genau! Heinz. War ja irgendwie klar.
Am Sonntag erfuhren wir dann, dass er in Urlaub gefahren wäre - nach Hamburg. So? Als Harzi nach Hamburg? Er solle dafür gespart haben? Er weiß doch gar nicht, was sparen ist. Hat er noch nie gekonnt, wird er nie können. Aber der Tochter kann man viel erzählen, wenn der Tag lang ist. Er ist und bleibt ja ihr unschuldiger Papa. Der niemals lügt und immer seine Versprechen hält. Und wenn nicht, dann sieht man einfach drüber hinweg *seufz*.
Hatte wohl noch genügend Geld übrig von seinen gewonnenen 320€ - oder war evtl. inzwischen noch einmal an einem Spielautomaten, um sein Glück zu versuchen. Und sowas nennt er dann sparen... weil es ja rechtens ist. Naja, wenn seine Tussi das mitmacht...
Im übrigen: Mein Sohn hätte das nicht mitgemacht. Er hätte nach kurzer Zeit bereits die Pommesbude verlassen und wäre nach Hause gegangen. Denn rumsitzen kann er auch in seinem Zimmer - und dort hat er noch seinen PC, an dem er seine "kostbare Zeit-" vertreiben kann *zwinker*.

Also Fazit aus der ganzen Sache: Menschen ändern sich irgendwie nie... auch wenn sie es immer wieder versichern.
Dumm nur, dass ich jedem Menschen eine zweite Chance gebe - und manchen auch mehrere zweite Chancen. Aber nunja - auch das wird sich nie ändern, denn ich bin da ja leider keine Ausnahme.

Schönen sonnigen Tag noch.

Ein Bild und seine Geschichte #2

Wieder mal ein schönes Bildchen geschossen, was unter die Rubrik "Bilder, die die Welt nicht braucht" oder aber "Kindheitserinnerungen" gehört. Anschauungsobjekt ist dieses hier: Hier handelt es sich um eine Kindheitserinnerung meinerseits - und bestimmt vieler anderer Wegberger. Wir nennen diesen Hügel liebevoll "Motte". Dieser Hügel befindet sich am Anfang eines kleinen Wäldchens (wie heißt der eigentlich... Beecker Wald kanns ja nicht sein), der sich von Wegberg bis Beeck zieht. Von diesem Bild aus links befindet sich die Ophover Mühle, ein beliebter Ort, um sich einmal den Magen richtig vollzuhauen - wenn man denn das Geld dafür hat. Außerdem finden Sportinteressierte auch in dieser Ecke einen Tennis- und den hiesigen Sportplatz. Hinter dem Hügel ist der Ophover Weiher, welcher meines Erachtens ziemlich vernachlässigt wird, bei dem Zeug, was sich dort auf der Wasseroberfläche befindet *bibber*. Enten, hin und wieder Schwäne und Ottern tummeln sich hier auch gern herum - hin und wieder auch mal eine Ratte, wenn man viel Glück hat. Dahinter zieht sich der Beeckbach, der seinen Ursprung in Beeck hat (woher wohl der Name des Baches kommt?) und plätschert so vor sich hin. Entlang des Baches gibt es übrigens einen tollen Weg, den ich immer gern zum Spazieren nutze - sollte er mal nicht überschwämmt oder von Bremsen besiedelt sein. Mir im Rücken befindet sich dann eher eine Feldlandschaft und dahinter der Grenzlandring. Okay, aber das zur Umgebung. Macht man sich die Mühe, die Motte zu erklimmen (ich übertreibe jetzt mal), findet man auf der Spitze eine kleine Feuerstelle (zumindest war das mal so) vor, die man bequem für ein kleines Lagerfeuerchen oder aber zum Abfackeln der umliegenden Pflanzen nutzen kann (nicht alles so ernst nehmen, bitte). Im Sommer ist dieser Ort ein beliebter Treffpunkt für die Wegberger Jugend, wird gern als Zeltplatz missbraucht oder auch treffen sich hier gern hiesige Hundebesitzer. Nach starkem Regenfall sollte man allerdings die Umgebung meiden - da sie mehr an einen Sumpf erinnert *seufz*. Als ich noch ein Kind war - lang ists her - hatten wir mal einen extremen Winter, in dem es wirklich mal über längere Zeit geschneit hat. Und - oh Wunder - der Schnee blieb sogar liegen! Also nahm ich mir meinen Schlitten und erprobte die umliegenden "Berge", um DEN Ort zu finden, an dem sich prima Schlittenfahren lässt. Ich endete genau hier - an der Motte. Und ich muss sagen: Es war heftig! Nicht etwa die Bäume waren die, die einem bei der Abfahrt in die Quere kamen, sondern er war doch für Wegberger Verhältnisse recht steil  und vor allen Dingen mit nicht wenigen Hubbeln bestückt. Aber es machte Spaß! Alles in allem ist es tatsächlich eine Art "Sehenswürdigkeit" von Wegberg, von denen es hier - außer Mühlen - nicht gerade viele gibt. Denk ich mir jedenfalls...