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Buchbesprechung: Die Herren der Unterwelt 10: Schwarzes Verlangen

Als langjähriger Fan der Buchserie "Lords of the Unterworld" von Gena Showalter habe ich, nach einer kurzen Pause, endlich wieder den Weg zurück zu meinen Lieblingen gefunden. Mit "Schwarzes Verlangen" konnte ich nun auch den 10. Teil lesen und binnen kürzester Zeit förmlich verschlingen.



Klappentext:

Der Hölle entkommen! Dennoch will Kane, der Hüter des Dämons der Katastrophe, nichts mit seiner Retterin Josephina Aisling zu tun haben. Denn wenn sie seinen gefolterten Körper berührt, erwacht der Dämon in ihm. Und trotzdem verspürt Kane ein unbezähmbares Verlangen für die schöne Halbfae, Tochter des Faenkönigs und einer Sklavin. Josephinas Schönheit zieht ihn genauso an wie ihre Verzweiflung. Als Prügelmagd für die Hüterin der Unverantwortlichkeit muss sie für die Leichtfertigkeit anderer mit unendlichen Schmerzen büßen. Eine ewige Pein... Zwischen Lust und Sehnsucht reift ein dunkler Plan: Wenn sie beide niemals im Leben vereint sein können - dann vielleicht im Tod?

"Schwarzes Verlangen" erschien als Deutsche Erstauflage im April 2014 im Mira Verlag.
Der Originaltitel lautet "Lords of the Underworld: The Darkest Craving" und erschien im Jahre 2013 im Harlequin Verlag.
Die Deutsche Fassung umfasst 470 Seiten.

Worum geht es eigentlich?

Als Hüterin des Dämons der Katastrophe hat es Kane unter den Lords nie wirklich leicht gehabt. Zog er doch das Pech quasi magisch an und fungierte so nicht selten als Zielscheibe seines Dämons. Dächer stürzten über ihm ein, Böden brachen unter ihm auf; er rief das Unglück sozusagen förmlich herbei. Und
Katastrophe fühlte sich dadurch wohl und wurde immer stärker.
Als Kane dann allerdings in der Hölle von Lakaien gefoltert und vergewaltigt wurde und auch die Kinder des gemeinsamen Freundes der Lords, William, ihren Heidenspaß mit ihm hatten, sah er sich schon fast besiegt. Doch dann erschien Josephina und rettete ihm das Leben. Im Gegenzug gab er ihr mit seiner letzten Kraft das Versprechen, sie zu töten. Denn Josephina führt ein schlimmes Leben und wünscht sich nichts sehnlicher, als aus diesem zu entkommen. Wird sie doch von ihrem Vater, dem König der Fae, als Blutsklavin missbraucht und muss alle Fehler, die ihre Halbschwester begeht, ausbaden und die Strafe dafür auf sich nehmen. Doch Josephina ist nicht gänzlich schwach. Von ihrem Vater bekam sie die Fähigkeit, die Kraft anderer durch bloßes Handauflegen zu absorbieren und so für eine Weile in sich aufzunehmen. Eine Kraft, die sie allerdings als Fluch und nicht als Segen ansieht und so ständig mit behandschuhten Händen herumläuft. Und von ihrer Mutter erbte sie die Fähigkeit, sich in die Köpfe anderer zu projizieren und so ihre Gedanken zu lesen bzw. mit ihnen in Kontakt zu treten.
Als Kane endlich wieder zu Kräften kommt und zumindest körperlich so weit genesen ist, dass er bei Bewusstsein bleiben kann, weigert er sich allerdings, Josephina gegenüber dieses Versprechen einzuhalten. Empört über diese Ablehnung flüchtet sie, jedoch spürt Kane, dass sie für ihn mehr bedeutet, als überhaupt gut für ihn wäre und folgt ihr, sobald er wieder vollständig genesen ist.
Jedoch holt ihn die Vergangenheit und die Erinnerung, nicht selten Dank
Katastrophe, an seine Zeit in der Hölle immer wieder ein und erschwert ihm seine Mission enorm.
Um Josephina (oder Tinkerbell oder Tink, wie er sie kurz darauf nennt) zu retten, geht er sogar einen Deal mit Taliyah Skyhawk ein und lässt sich kurz darauf von der königlichen Faen-Garde festnehmen, nur um nach Séduire, das Reich der Fae, zu gelangen. Dort gilt er als so etwas wie ein Star, sind doch die Geschichten der Lords heiß begehrt. Und so genießt er dem König des Reiches gegenüber großes Ansehen und wird schnell seiner anderen Tochter, Synda, als Mann versprochen. Um seinen Plan umzusetzen, nimmt er diesen Deal an, unwissend, dass Synda die Hüterin des Dämons der Unverantwortlichkeit ist. Denn laut der Moiren soll entweder diese oder Williams Tochter Weiß es sein, die Kane vom Schicksal her heiraten wird.
Jedoch hat Kane nur Augen für Josephina, was seinem Dämon überhaupt nicht gefällt. Dieser versucht alles, um zu verhindern, dass die beiden miteinander glücklich werden können, woraufhin Kane einen folgenschweren Entschluss fasst: Der Dämon muss sterben.

Es folgt ein spannendes Abenteuer mit vielen Hochs und Tiefs, etlichen Komplikationen und vielen kleinen Glücksmomenten zwischendurch. Kane stellt sich als ein echter Sturkopf heraus, der immer wieder von seiner Vergangenheit eingeholt wird und somit denkt, Josephina wäre nicht gut genug für ihn. Sie wiederum kann einfach nicht mit der Tatsache umgehen, dass Kane sich ausgerechnet mit ihrer Halbschwester vermählen möchte, obwohl diese alles andere als aufrichtig ist.

Als die beiden sich endlich ihre Gefühle füreinander eingestehen und glücklich werden könnten, kommt es zu neuen Komplikationen und einer dramatischen Wende. Werden Josephina und Kane doch noch eine gemeinsame Zukunft haben können?

Außerdem bekommt man im Verlauf der Geschichte bereits einen ersten Geschmack auf Torins und Cameos Geschichten.



Mein Fazit:

Gott, was hab ich gelitten. Und was habe ich gelacht. Kane ist so herrlich stur, dass ich nicht nur einmal gern durch das Buch gestiegen wäre und ihm meine Meinung gesagt hätte. Gleiches gilt übrigens auch für Josephina, die dringend etwas an ihrem Selbstbewusstsein arbeiten sollte.
Um ehrlich zu sein, hätte ich sogar ein wenig mehr über Leopold, Josephinas Halbbruder, erfahren und ihm eine glückliche Zukunft gewünscht. Anfangs mochte ich ihn überhaupt nicht - aber als man am Ende die Wahrheit über ihn erfuhr, hatte ich den Kerl sogar ein wenig lieb gewonnen. Und irgendwie hoffe ich, dass man nicht das letzte Mal von den Fae gehört hat.
Ich habe mich sehr gefreut, dass auch Kane nun endlich sein Glück gefunden hat. Er war immer einer der Lords, denen ich es am meisten gegönnt habe. Und ich freue mich sehr auf den 11. Teil, in dem auch Torin endlich seine ewige Einsamkeit beenden darf - zumindest hoffe ich das.

Mit "Schwarzes Verlangen" hat Gena Showalter wieder einen wunderbaren Roman geschrieben, der mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt hat.
Die Länge könnte einige vielleicht abschrecken, aber die Story liest sich sehr gut und macht schnell Lust auf mehr. Man möchte das Buch am liebsten überhaupt nicht mehr beiseite legen. Nach dem vorhigern Teil war es für mich sogar wieder eine Wohltat, denn die Geschichte von Paris hatte mir seinerzeit eher weniger gefallen, mochte ich Sienna doch noch nie. Josephina auf der anderen Seite ist aber mit Sicherheit eine wahre Bereicherung für die Lords.
Besonders kurz vor Ende musste ich tatsächlich noch mit den Tränen kämpfen, was mir bisher nur bei Aerons Buch passiert ist.

Das schlimmste ist, dass die Serie bald ein Ende finden wird, haben doch schon fast alle Lords ihre große Liebe gefunden. Aber bis dahin dauert es ja noch ein Weilchen. Und, wie alle anderen auch, kann ich es kaum erwarten, endlich alles über den wahren Star der Bande, William, zu erfahren.
Tags: Bücher, lords of the underworld
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