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2012 - Jahresrückblick, Teil 3

Nach einer kurzen Stärkung (Kinder haben sich geweigert zu frühstücken, ohne dass ich dabei sitze), geht es nun frisch, fromm, fröhlich und frei an Teil 3 meines Jahresrückblicks :)

Juli 2012
Scheiße, es war Sommer! Und anfangs schien kein Ende in Sicht. Bis, tja, bis die Sommerferien begannen. Und pünktlich zu Beginn der Sommerferien schlug das Wetter dann auch wieder um. Es regnete, stürmte - und irgendwie war ich verdammt schadenfroh diesbezüglich. Denn nicht selten motzten gerade meine beiden herum, was sie denn jetzt mit dem verregneten Sommer machen sollten.
Okay, aber ich musste ja arbeiten. Und mit der Zeit verlor ich das Interesse und die Motivation. Warum? Nun, meine Chefin hatte mir unmissverständlich klar gemacht, dass zum Monatsende nichts Neues anstand. Somit war ich ab August wieder einmal arbeitslos. Und so verlor ich das Interesse mehr und mehr, je näher der 31. kam. Ich arbeitete nur noch das Nötigste, machte definitiv keine Überstunden mehr (warum auch? In der letzten Woche kam der Sommer ja zurück) und schob besonders in der letzten Woche auch einige Dinge vor mich her, frei nach dem Motto "Damit können die sich dann rumschlagen, wenn ich weg bin." Natürlich machte ich nicht mehr Fehler als vorher, aber ich glaub, man sah mir mein Desinteresse auch bereits an.
"Shades of Grey" gab es von nun an in den Buchläden zu kaufen. Und da mir die Werbung im Radio davon so gut gefallen hatte und ich verdammt neugierig war, kaufte auch ich mir ein Exemplar. Diesbezüglich intensiv wurde ich von dort an auf der Arbeit auch beschattet und ausgefragt. Nicht selten wollte man Informationen haben, wie pervers das Buch denn in Wahrheit ist. Und ja, ich muss zugeben, ich hatte mich geschämt, es im Zug zu lesen. Aber so berauschend war es dann doch nicht.
Oh und da hätten wir wieder die USA... A.'s Vater wurde angeschossen im Juni, das hatte ich vergessen zu erwähnen, und starb letztendlich an seinen Verletzungen. Natürlich war auch ich traurig, zumal das letzte, was er mir gesagt hatte, nichts geringeres war als "Ich bin fertig mit dir." So etwas tut weh und stimmt mich auch heute noch traurig. Auch wenn man zu mir sagte, er hätte mich doch sehr gemocht. Aber mit solch einem Satz aus dem Leben eines anderen zu verschwinden, ist schon hart. Naja, jedenfalls stand die Beerdigung an und kurz darauf war auch A. ganz anders als ich ihn kannte. In sich zurückgezogen, abweisend, gemein und für jedes bisschen gleich eingeschnappt. Er ignorierte mich immer öfter und länger, seine Antworten wurden zeitweise einsilbig, wenn überhaupt, und ich fühlte mich immer unwohler in meiner Haut, stellte mir immer öfter die Frage "Wie lange halte ich das noch durch?". Vielleicht gab er sich Mühe, vielleicht auch nicht. Aber indirekt merkte man, dass er einfach nicht loslassen konnte - und bis heute nicht kann. Aber irgendwann wird er daran zerbrechen, wenn er nicht endlich das Leben weiterlaufen lässt.
Na gut, dann hätten wir da noch den Ex. Also, die Situation spitzte sich zu, je näher wir dem August kamen. Warum? Nun, ich hatte ihm verweigert, einen Samstag im August mit den Kindern wegzufahren. Oh wie böse ich doch bin. Weil er meinte, ich müsste die Wochenenden ja immer freihalten für ihn, hab ich ihm einmal einen Stein in den Weg gelegt. Und so fiel der Satz, den er nur all zu gern verwendet: "Du willst mir meine Kinder vorenthalten?" Oh man, er lernt es einfach nie. Aber das sollte natürlich noch nicht alles gewesen sein. Man warte einfach mal die nächsten beiden Monate ab.
Ein weiteres Highlight des Monats Juli war wohl mein Einkauf bei Bonprix, denn ich hatte es einfach mal versucht, mir - nach dem Ereignis mit der Jeans - neue Kleidung eine Nummer kleiner zu bestellen. Und was soll ich sagen? Sie passte! Gott, ich fühlte mich so toll. Zumal meine alten T-shirts an mir nur noch aussahen wie ein paar Jutesäcke. Hatte also offiziell eine Größe reduziert.
Musiktechnisch gab es endlich etwas Frischen Wind in den Charts. Lykke Li trällerte ihr "I follow Rivers" bis auf Platz 1 und biss sich dann auch dort oben wochenlang fest. Bei meinem Haus-Radiosender benannte man diesen Song dann auch irgendwann um in "Dietzi Baby" (da "deep sea baby" fast so klingt), und so hörte man nicht selten, dass Leute sangen "I follow you, Dietzi baby" - es war zum Schießen. Außerdem gab es dann ja noch "One Day - Reckoning Song" im Wankelmut Remix von Asaf Avidan. Tja, und dann hätten wir noch einen Song, der mich den ganzen Sommer über begleitet hatte: "Oliver Twist" von D'Banj. Leider weiß ich nicht mehr, ob der Song im Juni oder Juli in den Charts lief - ich bitte vielmals um Entschuldigung.


August 2012
Okay, ich war arbeitslos - mal wieder. Aber zumindest konnten meine Kinder die Wohnung während der Ferien nicht komplett umdekorieren. Die beiden waren bei ihre Messdiener-Woche - natürlich übernachteten sie einen Großteil davon immer noch zu Hause. So hatte ich mir "ein wenig Freizeit" nicht vorgestellt. Zeitgleich kam übrigens die Drohung von Seiten meines Exmannes: "Wir kriegen die Kinder schon, jetzt gehen wir andere Schritte." Natürlich hab ich die nicht ernst genommen - die bellen ja gern, aber sind viel zu dumm, um ihre Drohungen mal in die Tat umzusetzen. Tja, bis jetzt zumindest. Aber dazu später mehr. Jedenfalls hatte nun selbst meine Tochter keinen Respekt mehr vor ihm.
Der zweite Teil von "Shades of Grey" folgte so gleich und ich verschlang ihn nur so. Wow, innerhalb von zwei oder drei Tagen hatte ich das Buch durch, so spannend war es. Und von dem anfänglichen Sado-Maso war nichts mehr zu sehen. Das war mal ein Buch, wie ich es mochte. 
Sorry, aus den USA gab es in diesem Monat nichts neues, außer dass Mutter M. mal wieder geworfen hat... sorry, aber ich sehe dem mit gemischten Gefühlen entgegen. Einerseits hatte ich mich ja gefreut, aber andererseits benutzte sie die Geburt ihrer Drillinge auch gern als Grund, mich einfach zu ignorieren. Von daher möchte ich da nicht näher drauf eingehen.
Die Ferien neigten sich auch langsam - zum Glück - dem Ende, was zumindest meinem Sohn nicht gefiel. Töchterchen geht ja seit dem 5. Schuljahr merkwürdigerweise gern zur Schule.
Nach einer kleinen Finanzspritze, dank der Arbeit, füllte sich unser Weihnachtsumschlag auch immer schön weiter mit Geld, das Fahrrad hatten wir inzwischen schon zusammen - und nun arbeitete ich an der Wii U, welche noch vor Weihnachten auf den Markt kommen sollte. Natürlich darf bei mir als Nintendo-Fan auch diese Konsole nicht fehlen. A. hatte mir zugesichert, sich an dem Fahrrad für Gina finanziell zu beteiligen - wir wollten ja alles zusammen besorgen... tja, Betonung liegt auf "wollen" - aber dazu auch später mehr.
Außerdem beschloss ich - aus einer Idee heraus - doch einfach mal einen weiteren Lebenstraum zu erfüllen und im November die Chippendales in Düsseldorf anzuschauen - mit meiner Schwester. Sie stimmte auch direkt begeistert zu.
Und was sagen die Charts? Eintönig. "One Day" trällerte sich weiterhin auf Platz 1 und wollte partout nicht weichen. Außerdem gab es endlich einen neuen Song von Alex Clare namens "Treading Water" (ich höre den heute noch gern). Und auch meine Lieblingsband, OneRepublic, brachte einen neuen Song heraus. "Feel Again" war lange Zeit überhaupt nicht zu bekommen, ich bin schon fast verzweifelt.


September 2012
So, endlich begann die Schule wieder, endlich hatte auch ich zumindest vormittags wieder ein wenig Ruhe. Arbeit gab es auch in diesem Monat nicht, das nur mal vorweg.
So, nun kommen wir dann mal zu der im August erwähnten Sache mit dem Ex. Also, mich erreichte bereits Anfang des Monats ein Schreiben vom Amtsgericht. Der Idiot hatte doch tatsächlich versucht, Umgang mit den Kindern einzuklagen. Hatte sich seinem Versprechen ihnen gegenüber widersetzt, sie dazu zu zwingen. Hatte nicht einmal versucht, ein persönliches Gespräch mit mir zu führen. Warum auch? Man hätte ja eine Lösung finden können. War nicht einmal hier gewesen, um die Kinder zu besuchen - denn dies hatte ich niemals verboten. Aber nun gut, er wollte seine Verhandlung. Er hat sie bekommen. Leider log er, dass sich die Balken bogen. Mir persönlich war gar nicht die Zeit gegeben, auch mal länger als zwei Minuten zu reden. Aber ich hatte auch nicht viel Zeit, mich auf die Verhandlung vorzubereiten. War nur froh, dass ich zumindest meine Anwältin noch dazu bringen konnte, mich zu begleiten. Nun gut, und wie endete es? Er musste die Kinder also fortan alle zwei Wochen besuchen - gerichtlich festgelegt. Für 4 Stunden. Und konnte nicht von ihnen verlangen, zu ihm zu kommen. Und die Besuche sollten auch ohne seine Freundin stattfinden, weil beide Kinder es so wollten. Okay, letzten Endes habe ich mir ins Fäustchen gelacht, denn er hatte zwar seinen Willen, die Kinder alle zwei Wochen zu sehen, bekommen - aber eben nicht nach seinen Konditionen. Das erste Treffen sollte im Oktober stattfinden - ich beschloss, Buch zu führen, erst einmal bis zum Ende des Jahres.
Des weiteren begann ich bei der hiesigen VHS mit einem Konversationskurs in Englisch. Leider entpuppte sich dieser sehr schnell als absolut überflüssig - denn gelernt habe ich dort nicht wirklich etwas. 
Und die Chippendales? Nun, leider sprang meine Schwester aufgrund einiger Umstände dann doch wieder ab. Und die Show stand für mich auf der Kippe. Denn ich wollte nicht allein gehen. Aber dann fand ich recht schnell doch noch jemanden, der mitkam. Und ich konnte meine beiden Karten bestellen. Der November konnte also kommen. Woher sollte ich auch zu dem Zeitpunkt wissen, dass diese Männer sich als Sucht entpuppen könnten? Dass diese Männer die einzigen sind, die mich in diesem Jahr in den Arm nehmen würden? Na okay, weiter im Text.
Es gab Neues aus Übersee. Nichts Gutes, um das vorwegzunehmen. Erst einmal wurde ich von mir wildfremden Personen ziemlich dreist angemacht, von wegen ich soll doch endlich verschwinden, man würde mich hassen und A. hätte mich vergessen etc. Natürlich habe ich einerseits überhaupt nicht geglaubt, was man mir sagte. Man kann ja immer gern erzählen. Aber andererseits wollte ich dennoch die Gewissheit haben, dass ich richtig lag. Irgendwann hatte er sich dann auch mal dazu bequemt, die ganze Sache aufzuklären. Plötzlich war er Vater von Zwillingen. Was ich schon einige Monate wusste - naja gut, damals hieß es "wahrscheinlich". Und nicht nur das. Seine Ex wollte ihn auch noch zurückhaben. Und setzte wirklich alles daran, mich schlecht da stehen zu lassen. Meine Briefe wurden abgefangen und von ihr gelesen; sie wusste tatsächlich Dinge, die nur für seine Augen bestimmt waren. Sie nahm meinen süßen kleinen Stoff-Esel, welchen ich ihn als Symbol geschickt hatte (quasi nach dem Motto "Mir ist doch egal, wie viele Narben du hast, ich akzeptiere dich, wie du bist"). Ich war so dermaßen sauer - wohl auch verständlich, oder? Und meine Zweifel wuchsen wieder. Tja und dann fiel der Satz, den ich am wenigsten hören wollte: "Ich weiß nicht, ob ich es an Weihnachten schaffen werde." Okay, ein "ich weiß nicht" heißt ja noch lange nicht nein, nicht wahr? Also hoffte ich weiter. Fortsetzung folgt.
Meine ersten Operationen standen an. Hatte im Juni einen Termin beim Hautarzt gehabt und man wollte mir einige Leberflecke entfernen. 4 OPs sollten folgen - im Zeitraum von August - November. Freude, oder? War jedenfalls eine schmerzhafte Prozedur, zumindest das Setzen der Spritzen und die Zeit danach, weil sich die meisten Leberflecke auf der Schulter und am Rücken befanden und ich dadurch nicht mehr wirklich liegen konnte.
Was sagt denn die Musik? Oh, es gab einen neuen Spitzenreiter. "Lila Wolken" von Yasha, Marteria und Miss Platnum. Außerdem wuselte Cro's "Einmal um die Welt" in den Charts herum und ich hatte Gefallen an "Wolke 7" von Max Herre und Philipp Poisel gefunden. Und nicht zu vergessen "Madness" von Muse.


Und weil ich gerade so in Schreiberlaune bin, setze ich gleich noch die letzten 3 Monate dazu. Ja, so bin ich.

Oktober 2012
Der Monat begann, wie der andere endete. Ohne Arbeit, ohne Motivation und ohne Nerven. Denn die Herbstferien hatten begonnen. Was für mich auch hieß, dass das erste Treffen zwischen meiner Kinder und meinem Ex anstand. "Leider" hatte er nur mit meinem Sohn etwas zusammen machen können, da Gina bei einem Kindergeburtstag war. Selbst das wollte er ihr ankreiden - bzw. mir, denn ich würde ja Ärger bekommen, weil sie nicht zum Treffen erscheine. Ja klar. Aus den anfänglichen so hart erkämpften 4 Stunden wurden am Ende nur 2. Gründe: Kai wollte zu seinen Großeltern (offiziell - inoffiziell hatte er einfach keine Lust mehr) und außerdem regnete es ja (offiziell - inoffiziell hatte mein Ex einfach keinen Bock und keine Ideen). Auch das zweite Treffen zwei Wochen später mit beiden Kindern lief nicht ohne Komplikationen ab. Nach 2 Stunden klingelte hier zu Hause schon das Telefon, ob ich denn gekocht hätte - die Kinder hatten Hunger. Na, kann der Kerl den beiden nicht selbst etwas zu essen kaufen? Wie faul ist der eigentlich?
In diesem Monat hatte ich tatsächlich einige Vorstellungsgespräche. Eines davon stellte sich sogar als positiv heraus, ich hatte endlich wieder einen Job. In Teilzeit zwar - zumindest vorläufig - aber egal. Hauptsache Arbeit, oder? Ein Lichtblick am tristen Horizont.
Denn die News, die ich aus Übersee las, zogen mich ganz tief herunter. All meine Pläne, die ich gemacht hatte in den Monaten zuvor. All meine Hoffnungen... waren umsonst gewesen. "Ich schaffe es nicht an Weihnachten, ich hab da diese Gerichts-Sache mit meiner Ex." Tja, das war's dann. Weihnachten? Kannste knicken. Keine Lust mehr drauf. Silvester? Sowieso nicht, auch wenn er dann offiziell wieder weg sein wollte. Motivation? Was ist das? Kann man das essen? Da nützte es auch nichts, dass er mir immer wieder versicherte, er würde alles tun, um bald zu mir zu kommen. Da nützte es auch nichts, dass es mich bat, nicht an ihm zu zweifeln. Dann sollt er verdammt auch mal was dafür tun. Dann gegen Ende des Monats erreichte mich noch eine Nachricht (nachdem er zuerst schrieb, er würde ja angeblich im Februar rüberkommen): "Ich hab einige Dinge, um die ich mich hier kümmern muss, die ein Jahr andauern. Danach möchte ich in Deutschland mit dir und den Kindern leben." Tja, und wer fragt mich? Vielleicht will ich das ja gar nicht? Das war dann mal wieder für eine lange Zeit das letzte, was ich von ihm hörte bzw. las. Seine Ex war krank, na und? Von mir aus konnte sie zur Hölle gehen. "Er kehrt niemandem den Rücken", schrieb seine Mutter mir. Nee is klar, niemandem - außer mir. Warum ich nicht schon längst gegangen bin? Ich habe keine Ahnung. Irgendwie hänge ich dennoch an diesem Kerl... außerdem habe ich hier doch nichts zu verlieren. Mein Leben geht auch so weiter, also darf ich doch noch ein wenig hoffen. Oder? Hoffen, dass er endlich mal wieder aufwacht. Und merkt, dass das Leben weitergeht.
Tja, und dann begannen die Magenschmerzen. Und das nicht zu knapp. Aber ich habe mich nicht unterkriegen lassen - habe dennoch auch weiter meine Sachen erledigt. Schließlich hatte ich ja ab November endlich wieder Arbeit.
Was sagten denn die Charts in diesem Monat? Grottig! Psy schlich sich mit seinem "Gangnam Style" auf Platz 1 (meine Tochter hat endlich eine Möglichkeit gefunden, mich zu ärgern) und wechselte sich mit Adele's "Skyfall" ab. Für mich war aber der neue Song von Bruno Mars viel interessanter. "Locked Out of Heaven" machte Lust auf mehr - auf das kommende Album, um genau zu sein.


November 2012
Ich war endlich nicht mehr arbeitslos! Voller Elan ging ich zu meiner neuen Stelle und tat auch alles, was man mir aufgetragen hatte. Wenn ich auch eine Weile brauchte, um die anfängliche Scheu abzuwerfen. Aber das sollte normal sein. Dafür ist eine Probezeit ja schließlich gedacht, oder? Ich ging sogar mit Magenschmerzen arbeiten und ließ mich nicht unterkriegen von Kopfschmerzen etc. Lediglich meinen OP-Termin unterbrach meine Arbeit, aber dieser stand schließlich schon seit Monaten fest.  Mit der Zeit ging ich sogar auch ans Telefon bzw. rief die Kunden auch selbständig an. Natürlich machte auch ich Fehler, bin halt ein Mensch, nicht wahr? Nach einer Woche zog mich die Chefin in die Küche, meinte, ich scheine ja sehr engagiert zu sein, aber wohl noch nicht motiviert genug (oder anders herum, weiß nicht). Sie würde wollen, dass alle ihre Mitarbeiterinnen mit einem Lächeln das Büro betraten. Ja sehr witzig, wenn mein Magen schmerzt... ich lache halt ungern gekünstelt. Mehr als mein Bestes geben konnte ich auch nicht. Ich brauche nicht zu erwähnen, dass ich nicht einmal eine Woche später die Kündigung bekommen habe? Weil ich nach 2 Wochen noch nicht alles perfekt konnte? Weil ich mich gewagt habe, ein Telefonat zur Chefin durchstellen zu wollen, was ich auch hätte annehmen können? Weil andere einen Fehler machten, da sie mir nicht zuhörten - und ich dann eine auf den Deckel bekam? Oder vielleicht, weil ich pünktlich Feierabend gemacht habe, damit ich den Bus noch rechtzeitig bekam? Ich weiß es nicht. Jedenfalls ließ ich mir das nicht bieten und erst einmal meinen Magen untersuchen. Da man nichts fand, überwies man mich zum Internisten. Eine Spiegelung stand also an für Dezember.
Und was sagten die Leberflecke? Achso ja, es wurden weitere OPs gemacht, denn 7 entfernte Leberflecke sind einfach nicht genug. Es sollten doch zumindest 10 sein. Inzwischen sehe ich so aus, als hätte man mich ausgepeitscht und auf meinem Oberschenkel Tic-Tac-Toe gespielt.
Der 3. Teil von "Shades of Grey" trudelte bei mir ein - gleich doppelt. Wer also ein Exemplar braucht...
Jedenfalls bin ich bis heute noch nicht fertig mit dem Buch. Da habe ich mich lieber dem 7. und 8. Teil von "House of Night" und dem ersten Teil von "Black Dagger 10" gewidmet.
Was sagte die USA? Nicht wirklich viel. Ich hörte, er wäre plötzlich nicht mehr "bereit" sich zu binden... also entweder man liebt jemanden, oder man liebt ihn nicht. Aber ein Zwischending gibt es für mich nicht. "Ich will euch in meinem Leben, aber ich weiß nicht, ob ich dazu bereit bin. Ich bin einfach nicht so bereit wie vorher... ich möchte einfach nur um meinen Vater trauern, ohne jemanden, der mich stört." Hm ja klar, ich mein, der Mann ist nun schon 4 Monate tot... da kann man auch nicht genug getrauert haben? Sicher, solch ein Verlust ist schwer zu verkraften - nichts kann eine solche Person ersetzen. Aber aufgeben sollte man dennoch nicht. Meine Meinung. Na gut, weiter im Text.
Ende des Monats kam dann auch endlich die neue Wii U heraus, welche seither bei uns im Wohnzimmer thront. 
Oh und dann haben wir noch die Chippendales, welche ich mir in Düsseldorf anschauen bzw. anlechzen durfte. Gott, war das ein Abend. Ich habe ihn bis zur letzten Sekunde genossen. Leider wurde er ein wenig durch Kopfschmerzen getrübt, aber zum Glück nur leichte. Aber ein ausführlicher Bericht zu diesem Event folgt noch - versprochen. Jedenfalls tat es richtig gut, endlich mal wieder von jemanden umarmt zu werden - auch wenn es professionelle Tänzer waren. Egal, sie gaben mir irgendwie das Gefühl, das ich schon so lange vermisst hatte: Dass ich doch etwas Besonderes bin. Natürlich blieb dieser Besuch nicht einmalig. Das Ticket für 2013 ist bereits geordert *zwinker*.
Von den Treffen zwischen Kinder und Ex gibt es nicht viel zu berichten, weil er ganz einfach nur eines eingehalten hat. Dann wurde er angeblich krank, ist klar.
So, kommen wir zu der Musik. Was sagen denn die Charts? "Diamonds" von Rihanna hält sich seit November hartnäckig auf Platz 1. Alicia Keys brachte mit "Girl on Fire" nach langer Zeit auch wieder einen Song auf den Markt. Außerdem habe ich einen Ohrwurm von: "Fühlt sich wie Fliegen an" von Max Herre feat. Cro, "Don't you worry child" von der Swedish House Mafia, "Ja" von Silbermond und "Sweet Nothing" von Calvin Harris feat. Florence Welch. Oh und ich kann von nun an in Sachen "ärgern wir die Mama" kontern, denn da gibt es den Song "Sonnentanz" von Klangkarussell, den Gina überhaupt nicht leiden kann ;)


Dezember 2012
Die Welt geht unter - oder nicht? Zumindest glaubten viele Leute daran. Oder taten zumindest, als würden sie daran glauben. Natürlich machte ich bei dem Spaß mit - und dachte mir "Gut, wenn es wirklich passiert, dann habe ich keine Probleme damit." Doch leider war dem nicht so. Sonst würde ich jetzt hier nicht schreiben, hm? 
Achja: Der Winter brach Anfang des Monats über Deutschland ein. Kein Witz jetzt. Viele haben sich beschwert, es sei zu früh. Aber ich sag nur: Hättet ihr das mal genossen! Sogar hier unter der Käseglocke blieb der Schnee liegen und war auch für unsere Verhältnisse recht hoch. Zum Glück hatte ich an dem Wochenende keinen Flurdienst *grins*
Meine Magenspiegelung fand also statt und, um ehrlich zu sein, kann ich nicht sagen, wie es war. Denn ich habe die gesamte Untersuchung verschlafen. Zumindest kann ich mich an nichts erinnern. Herrje, wie ich das hasse, wenn irgendwer an mir herumdoktort und ich einfach einen Blackout habe. Ergebnisse habe ich noch keine - erst im neuen Jahr. Alles, was ich weiß ist, dass ich eine Entzündung im Magen habe. Das war aber auch schon alles. Und was meine Leberflecke betrifft, so leide ich an einer Pigmentstörung. Mehr weiß ich auch nicht.
Meine Eltern fuhren auf ihren alljährlichen "Christmas-Runaway-Trip", somit hatte ich für zwei Wochen wieder ein Auto zur Verfügung. In dieser Zeit hatte ich mir vorgenommen, meine langjährige und treue Senseo durch eine neue Kaffeemaschine zu ersetzen. Zu viel Süßstoff hatte ich in letzter Zeit für eine Tasse Kaffee gebraucht. Nun steht seit einer Woche eine nagelneue Dolce Gusto, liebevoll Gloria genannt, in meiner Küche. Und was soll ich sagen? Süßstoff brauche ich seither nicht mehr. Komisch, oder?
Außerdem fand bei uns erstmals eine echte Nordmanntanne den Weg ins Wohnzimmer. Warum? Weil ich einfach keine Lust hatte, ständig den künstlichen Baum aufzustellen - allein. Die letzten 4 Jahre hatte es mich immer alle Nerven gekostet, das Teil in den Christbaumständer zu hieven. Dem wollte ich jetzt entgehen.
Oh ja, und dann haben wir da noch etwas: Pünktlich zum Winteranfang brach über Deutschland der Frühling herein! Richtig gelesen. Die Minus-Temperaturen sind Schnee von gestern (blödes Wortspiel), hoch leben die abendlichen Spaziergänge ohne Jacke. Oder so. Im Radio spielten sie liebevoll sogar schon "Einslive - Sommer im Sektor". Und unser Essen an Heiligabend wurde für mich zu einer Schwitz-Orgie, weil ich bei +14°C mit dickem Pulli und Jacke herumlaufen musste. Irgendwo in Süddeutschland gab es sogar einen Hitzerekord von +18°C oder so, und nicht selten habe ich in den letzten Tagen auch Leute mit T-Shirts herumlaufen sehen. Frag mich nur, wie der Frühling so werden wird, wenn der Winter schon warm ist. Ich ahne Schlimmes.
Tja, der Arbeitsmarkt hat mich immer noch nicht wieder. Das Ergebnis meines letzten Vorstellungsgespräches erhalte ich erst im Januar. Aber irgendwie glaube ich nicht, dass es etwas wird. 
Die Besuche von meinem Ex blieben - zumindest bis Weihnachten - aus. Er wisse ja nicht, was mit ihm los sei. Ich wusste es aber: Er war schlichtweg zu faul. Das Treffen an Weihnachten hatte er auch absagen wollen - hatte ne ganze Weile gedauert, bis er dann doch hier aufkreuzte. Tja, und beim gestrigen Treffen schoss er dann ganz den Vogel ab: Er widersetzte sich dem richterlichen Urteil und brachte seine Freundin mit. Das wird ein Nachspiel haben! Haben die Kinder Geschenke bekommen von ihm? Nein! Hatte Gina endlich ihr Smartphone? Nein! Er meinte, sie bekäme erst einmal ein Tastenhandy (Nokia 3210), damit er "gucken kann, wie sie damit zurecht kommt" - hm klar, wie soll er das denn überprüfen?
Und die USA? Oh, einige kurze Gespräche hatte ich schon... aber wirklich nur ganz kurz. Zumindest bekam ich ein Dankeschön für mein Weihnachtsgeschenk - zumindest von ihm. Aber für sein Geburtstagsgeschenk hat er sich noch immer nicht bedankt. Außerdem sagte ich, dass ich schon gern das nächste Mal ein Foto mit uns allen gemeinsam hätte - und als Antwort bekam ich "Ich hoffe es auch". Aber wie ich das interpretieren soll, weiß ich leider nicht. Also endet das Jahr in dieser Beziehung genauso, wie es begonnen hat: Einsam und ohne das Wissen, ob und wann sich endlich etwas ändern wird.
Außerdem habe ich es in diesem Monat (genaugenommen am 2. Weihnachtstag) endlich geschafft, mein heiß geliebtes "The Legend of Zelda - Skyward Sword" zu beenden. Nach fast einem Jahr wurde es auch langsam Zeit... so lange habe ich noch nie für ein Zelda-Spiel gebraucht *seufz*.
Chartsmäßig hat sich nicht viel verändert. Wie gesagt, Platz 1 ist immer noch derselbe. Auch läuft ganz oben Seeed mit "Augenbling". Und dann hätten wir noch Lucas Graham mit "Drunk in the Morning" und P!nk mit "Try". Meine Ohrwürmer sind (neben denen von November) noch "Troublemaker" von Olly Murs feat. Flo Rida, "Hall of Fame" von The Script feat. Will IAm und "Beneath your Beautiful" von Labrynth feat. Emeli Sandé.


Kinofilme im Jahr 2012, an die ich mich gern erinnere (die ich auch im Kino gesehen habe):
"American Pie 4 - Reunion"
"Breaking Dawn - Biss zum Ende der Nacht 2"
"Madagascar 3 - Flucht durch Europa"
"Paranormal Activity 4"
"Possession - Das Dunkle in dir"
"Ted"

Meine gelesenen Bücher:
"Black Dagger - Vampirschwur" J.R. Ward
"Black Dagger - Nachtseele" J.R. Ward
"Wächterin der Dunkelheit (Dark Hunter 8)" Sherrilyn Kenyon
"Dark Harvest - Kismet Knight 3" Lynda Hilburn
"The Darkest Seduction - Lords of the Underworld 9" Gena Showalter
"Unleash The Night - Dark Hunter 9" Sherrilyn Kenyon
"Vampire - das große Lesebuch" Tilmann Spreckelsen (abgebrochen)
"Gejagt - House of Night 5" P.C. Cast
"Versucht - House of Night 6" P.C. Cast
"Verbrannt - House of Night 7" P.C. Cast
"Geweckt - House of Night 8" P.C. Cast
"Geheimes Verlangen - Shades of Grey 1" E.L. James
"Gefährliche Liebe - Shades of Grey 2" E.L. James
"Tagebuch eines Vampirs 8 - Jagd im Abendrot" Lisa J. Smith
"Tagebuch eines Vampirs 9 - Jagd im Mondlicht" Lisa J. Smith
"Black Dagger - Liebesmond" J.R. Ward
"Ruhe sanft, Bridget" Paige Harbison (Mystery Roman)
sowie sämtliche Mystery Romane
zur Zeit lese ich noch "Befreite Lust - Shades of Grey 3" von E.L. James



Morgen ist also der 31. Dezember 2012. Der letzte Tag des Jahres. Zeit für ein Resumé, was die guten Vorsätze betrifft. Aber dies mache ich in einem anderen Post. Was haben wir also erlebt? Eine Olympiade in England, eine EM, in der Deutschland wieder einmal von Italien geschlagen wurde. Einen Sommer, der viel zu früh wieder ging (und dann doch im Herbst wiederkam) und ein Winter, der in Wirklichkeit (zumindest bisher) kein Winter war. Außerdem haben wir den Weltuntergang überlebt - mal wieder. Die Maya hätten einfach nur in ihren Schriftrollen vermerken sollen, wo sie den nächsten Kalender aufbewahrt hatten... dann wäre dieser ganze Trubel um 2012 so nie passiert (dann gäbe es auch den Film nicht... hmm).
Naja, jedenfalls ist alles gekauft, um den Jahreswechsel unbeschadet zu überstehen. Also dann, einen guten Rutsch und einen erfolgreichen Start in ein hoffentlich besseres Jahr.
Tags: Bücher, Enttäuschung, Jahresrückblick, arbeit, beziehung, ex, familie, freunde, frustration, hoffnung, konsolen, liebe, meine kinder, neuanfang, sommerzeit, stress, verzweiflung, wetter
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