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2012 - Jahresrückblick, Teil 2

So, es wird Zeit für den nächsten Teil meines Jahresrückblicks. Schließlich hab ich noch so 1-2 andere Posts, die ich hier gern niederschreiben würde - möglichst vor Jahreswechsel. Die Zeit drängt also, lol.
Los geht's.


April 2012:
Der Monat begann für mein Selbstbewusstsein gleich mit einer ganz tollen Überraschung. Als Teenager hatte ich eine ganz tolle schwarze Levi's 501, meine erste Jeans dieser Marke überhaupt. Die Gründe, weshalb ich sie überhaupt erst kaufen konnte, waren zwar zu dem Zeitpunkt negative (mein Ex hatte zum ersten Mal mit mir Schluss gemacht - hey, er war mein erster wirklich fester Freund gewesen...), aber dennoch liebte ich diese Jeans. Und hasste es, als sie kaputt ging. Aber ich schmiss sie nie weg. Als ich zum ersten Mal schwanger wurde, war sie geflickt, ich musste sie aber in den Schrank legen, da sie schlichtweg einfach nicht mehr passte. Da ich nach Kais Geburt rapide abnahm (dank meiner Krankheit), passte sie auch schnell wieder, war sogar irgendwann zu groß. Tja, und dann kam Gina. Und seither liegt eben jene Jeans nur noch im Schrank. Mal war der Po zu dick, mal die Oberschenkel - ich hab sie einfach nicht mehr tragen können. Wenn sie überhaupt über den dicken Hintern ging, dann bekam ich sie aber nie mehr zu. Also packte ich sie als Motivationshilfe in meinen Kleiderschrank, denn irgendwann wollte ich wieder hineinpassen.
Tja, und genau das ist dann im April passiert. Und ich passte nicht nur wieder rein - sie ging auch ohne Probleme zu. Ohne Bauch einziehen, ohne aufs Bett legen, oder was man gern für Tricks anwendet, damit man alle Knöpfe zubekommt. Man, was war das ein Erfolgserlebnis! Und seither war meine Motivation - zumindest in diesem Bereich - wiederhergestellt und größer als jemals zuvor.
Nun, und dann kam der Durchhänger und ich hatte ziemliche Essprobleme. Konnte fast zwei Monate lang so gut wie keine Nahrung bei mir behalten, und wenn doch, dann war es wirklich wenig. Ich schob es auf meine spezielle Verbindung, welche ich mit A. hatte (vielleicht immer noch habe? Weiß nicht), denn nicht zu selten konnte ich irgendwie spüren, dass es ihm mies ging - und umgekehrt. Hört sich komisch an, ist auch schwer zu erklären. Aber ich kann viele Dinge einfach nicht anders erklären. Naja, egal. Wie dem auch sei, jedenfalls ging es gesundheitlich bei mir bergab - und bei ihm auch. 
Dann kam von dort irgendwann die Nachricht, er habe ja ein ganzes Semester verpasst und müsse evtl. im Sommer alles nachholen. Also stand unser Treffen auf der Kippe. Ich wieder total depri, und um ehrlich zu sein, habe ich sogar gedacht, er mache das extra. Aber ich habe die Hoffnung niemals aufgegeben. Niemals.
Unsere Geburtstags-Saison ging zu Ende und ich hatte dem Kuchen erst einmal wieder abgeschworen. Das ist einfach zu viel jedes Jahr.
Okay, was meinen Ex betrifft... wir hatten uns also Anfang April vor dem Rathaus getroffen zwecks Kinder-Reisepässe. Er tauchte auch wirklich auf - wortwörtlich um 5 vor 12. Natürlich musste ich die Pässe allein bezahlen, warum sollte er auch einen müden Cent beisteuern? Schließlich bin ich es ja, die auswandern will *feix*. Es gab im Anschluss daran ein Gespräch zwischen uns, in denen er den Kindern schwor, sie nie wieder dazu zu zwingen, ihn zu besuchen. Okay, Gina wollte dann gleich über Ostern zu ihm - Kai natürlich nicht. Außerdem sicherte Heinz der Kleinen wieder einmal zu, ihr ein Smartphone zu schenken (was er übrigens nie einhielt). Das wars dann auch wieder. Gina war über Ostern bei ihm, mehr Kontakt gab es nicht wirklich. Er wollte, glaub ich, im Mai nochmal nach Wegberg kommen wegen Kai, welcher nix dagegen einzuwenden hatte.
Einen neuen Job gab es für mich im April übrigens auch nicht - wieso auch...
Und Musiktechnisch? Gab es da was neues? Außer, dass "Too Close" nun auch endlich für Bewegung an der Chartspitze sorgte, wuselte Cro auch weiterhin mit seinem "Easy" dort herum


Mai 2012
Tja, da haben wir ihn also, den Besuch meines Ex, welcher sich mit meinem Sohn zusammen ein paar schöne Stunden machen wollte. Und wen nahm er am Ende mit? Genau. Gina! Weil Kai nicht konnte oder wollte. Selbstverständlich waren sie nicht länger als 2 Stunden unterwegs, und meine Tochter saß einen Großteil davon mit ihm (und Anhang) in der Pommesbude und sah ihm, bei einer oder zwei Pommes (nicht Portionen), beim Automaten-Spielen zu. Interessantes Treffen, oder?
Nun, zwei Wochen später kam er noch einmal wieder, für Kai. Auch hier waren sie nur zwei Stunden unterwegs - warum sollte man mit seinen Kindern auch etwas zusammen unternehmen? Ist doch viel zu viel Arbeit.
Ansonsten gab es aber nichts Neues. Keine Anrufe, keine eingehaltenen Versprechen, gar nichts. Wegen der Sommerferien wollten wir noch einmal miteinander sprechen, aber dieses Gespräch hatte nie stattgefunden. 
Neues aus Amerika? Natürlich. Endlich ging es ihm besser, so mit einer neuen Niere. Aber das sollte nur von kurzer Dauer sein - ich sag das jetzt mal ganz genau. Natürlich kristallisierte sich schon jetzt heraus, dass der Sommer nicht nur auf der Kippe stand, sondern wahrscheinlich ganz flachfallen würde. Monsieur musste zur Therapie, weil sein ach so geliebter Vater ihn quasi monatelang ans Bett gefesselt hatte. Für ihn gab es ja nur eine Art Medikation für jegliches Wehwehchen (außer Ginger Ale trinken): Schlafen! Also stand A. permanent unter Schlaf- und Schmerztabletten, und die Antwort, die ich zu 95% von der Mutter erhielt, wenn ich nach ihm fragte, war "Er schläft gerade." Lächerlich. Natürlich machten die Muskeln irgendwann schlapp und er konnte nicht mehr wirklich laufen. Aber warum sollte ich davon auch Ahnung haben? Sein Vater war ja schließlich der Arzt *kopfschüttel*. Nun, jedenfalls hatten wir unser Einjähriges, und ich hatte danach drei Wochen lang kein Sterbenswörtchen von ihm gehört. Selbstverständlich bekam ich allmählich Zweifel - wem würde es nicht so gehen? Demnach ging meine Laune auch ganz tief runter.
Nun, und so ging der Mai dann auch zu Ende - irgendwann. Hatte einige Vorstellungsgespräche, aber eine Zusage? Nö, warum auch? Bin ja nur ich.
Die Charts wurden derweil aufgemischt von etwaigen Fußball-Songs, der Titel "Tage wie dieser" von den Toten Hosen wurde zur Fußballhymne gekürt. Und "Too Close" war immer noch ganz oben mit dabei. Und auch die Ärzte mischten endlich wieder mit, wurde auch Zeit.
Ohja und das Wetter noch schnell: Es war Sommer! Zumindest begann er langsam aber sicher.


Juni 2012
Der Monat begann für mich mit einer ganz tollen Nachricht: Ich hatte einen Job! Zwar nur für zwei Monate als Krankheitsvertretung - aber die Option auf länger war nie ganz vom Tisch. Klar, in der Finanzbuchhaltung - das Gebiet, von dem ich mal so gut wie keine Ahnung hab. Aber ich habe ihn dankend angenommen. Vollzeit auch noch dazu - das freute mich noch mehr. Selbst das Gehalt konnte sich sehen lassen. Natürlich tat ich, was ich konnte - und machte auch hin und wieder Fehler. Aber Beschwerden gab es eigentlich keine.
Der Sommer war, wie im letzten Abschnitt erwähnt, endlich da. Dementsprechend heiß war es auch im Büro (wir saßen ja direkt zur Nordseite, somit war es zeitweise einfach unerträglich heiß). Und es sollte auch so schnell kein Ende in Sicht sein - zumindest vorerst.
Vom Ex gab es... nicht wirklich Neues. Außer - oh ja, er regte sich mal wieder auf. Oder nicht er, sondern seine Freundin. Weil die Kinder nicht bei ihm übernachten wollten. Aber für ihn (bzw. seine Schnalle) war ich natürlich die Schuldige. Weil ich es den Kindern ja verbot. Ich Böse. Aber das sollte noch nicht alles gewesen sein - wo kämen wir denn dahin? 
Das diesjährige Ferienprogramm rückte auch immer näher, aber dieses Mal waren beide Kinder zu faul, um sich dort anzumelden. Denn sie hätten es allein machen müssen, da ich ja vor 17 Uhr nicht zu Hause war. Aber sie wollten ja mit den Messdienern im August einige Tage "Spaß haben" - was auch immer die unter Spaß verstehen.
Nun gut, die USA also mal wieder. A. war endlich aus der Therapie zurück und meldete sich sogar bei mir. Natürlich fiel unser Treffen ins Wasser - ich hatte es ja irgendwie vermutet. Er sagte, wir hätten evtl. eine Woche im Juli, aber er könnte mir dies noch nicht genau sagen. Die wurde dann aber auch zwei Wochen später gecancelt. "Aber wir haben ja immer noch Weihnachten." Na klar, noch einmal sechs Monate warten. Aber darin war ich ja inzwischen Profi. Klar war ich deprimiert, wer wäre das nicht? Auch ich brauche hin und wieder mal eine Umarmung, Zuneigung, Liebe...
Oh und Musik? Ach genau, der Eurovision Song Contest lief ja, und somit tauchte dann auch "Euphoria" von Loreen in den Charts auf und machte sich auch ganz kurz auf Platz 1 breit. Ansonsten gab es aber nicht wirklich Neues zu berichten.


So, das war dann mein zweiter Teil - der Dritte folgt evtl. noch im Laufe des Tages. Bis später dann.
Tags: Enttäuschung, Frühling, Jahresrückblick, april, arbeit, aufreger, beziehung, mai, meine kinder, verzweiflung
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