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2012 - Jahresrückblick, Teil 1

Sehnlichst erwarte ich schon den 1. Januar. Denn dann ist dieses besch...eidene Jahr endlich vorüber und man kann zumindest versuchen, die Fehler, welche man dieses Jahr verbrochen hat, im nächsten zu vermeiden. So oder so ähnlich.
Nun gut, fangen wir mal an, wie mein persönliches Jahr 2012 so verlaufen ist. Es gab sicher auch gute Momente, aber die kann ich an einer Hand abzählen. Das Jahr quoll nur so über von traurigen Momenten, Aufregern und Zeiten, in denen ich mir am liebsten eine Kanone an den Kopf gehalten und abgedrückt hätte, um dem endlich ein Ende zu setzen.
Ich werde mich mal den ersten 3 Monaten widmen.


Januar 2012
Das Jahr, welches ja für viele das letzte Jahr auf Erden sein sollte, hatte also mit einem Knall begonnen. Nach meinem ersten Anruf in die Staaten, bei dem ich erst einmal bewiesen hatte, dass man auch leicht angetrunken noch einigermaßen Englisch sprechen kann, sollten für mich eigentlich ganz tolle 366 Tage folgen. Eigentlich ist aber hier das Schlüsselwort. Doch dazu später mehr.
Mit meinem Ex gab es auch weiterhin Streit, es herrschte Funkstille, schon seit Monaten. Wir befanden uns inmitten eines Verfahrens, bei dem es um die Reisepässe meiner beiden Kinder geht. Er weigerte sich weiterhin hartnäckig, seine Unterschrift zu geben, mit den Worten, ich wolle ja auswandern und das würde er nicht zulassen. Seine Lügen hatte ich so satt. Aber er macht so etwas ja ohne Wimpernzucken. Meine beiden Kinder hingegen blühten in der Schule auf, es gab super Noten. Nur zu Hause stritten sie nach wie vor regelmäßig und nicht gerade leise.
Jobmäßig gab es nichts neues, leider. Langsam begann ich mich zu fragen, wozu ich eigentlich die Modulare Qualifikation bei der DAA gemacht habe. 
Ich war superduper verliebt bis über beide Ohren und fieberte unserem ersten Treffen entgegen, welches sich immer weiter näherte. Hin und wieder störte mich aber die Ignoranz, die sich mit der Zeit noch erhöhen sollte. Mensch, damals hätte ich die Zeit noch genießen sollen...
Im Radio spielten sie "Somebody That I used to know" von Gotye rauf und runter. Ebenfalls konnte meine Tochter mich mit diesem dämlichen Song "Ai Se Eu Te Pego" in den Wahnsinn treiben.


Februar 2012
Die Karnevalszeit näherte sich ihrem Höhepunkt - was für mich bedeutete, dass meine beiden Kinder wie jedes Jahr kurz bevor es zu spät ist noch schnell ihre Kostüme besorgen mussten. Sie lernen einfach nie aus. Und so waren Tränen auch schon vorprogrammiert. Aber das wird sich nie ändern, denn Karneval kommt ja auch im kommenden Jahr wieder ganz überraschend...
Außerdem nahte einer der schlimmsten Tage für Alleinstehende: Valentinstag! Mir graut es vor solchen Tagen... irgendwie. Aber in diesem Jahr erreichte mich tatsächlich ein größerer Umschlag aus Übersee. Inhalt: Eine Kette mit Herzanhänger und ein silberner Ring mit einem Rubin in der Mitte. Der besagte Ring der Großmutter, von dem mir schon im Vorfeld so viel erzählt wurde. Ich ließ ihn natürlich gleich beim Juwelier auf Echtheit prüfen, was dieser dann auch bestätigte. Mein Herz machte Freudensprünge, endlich bekam ich mal etwas mehr als nur ein lausiges "ich liebe dich" als Nachricht.
Dann nahte Kais 15. Geburtstag und zeitgleich wurde A. krank. Hätte ich anfangs gewusst, dass es sich um etwas längeres handelte, hätte ich wahrscheinlich die Zeit mehr genossen. Aber so etwas kann man ja nicht wissen - oder?
Meine Karriere als Rollenspielerin im Bereich Black Dagger hatte ich zwischenzeitlich an den Nagel gehängt - es nützte einfach nichts, wenn der Partner nie da war. Also begann ich wieder ganz allmählich, meine Bücher zu lesen.
Temperaturmäßig befanden wir uns im tiefsten Winter -12°C war gar nichts...
Ich begann, regelmäßig sonntags zu backen, was für mich etwas ganz neues war.
Auch in diesem Monat sah es auf dem Arbeitsmarkt miserabel aus - aber aufgeben darf man ja nicht, gell?
Es gab Zwischenzeugnisse für die Kinder, die sich wirklich sehen lassen konnten. Soll also keiner sagen, sie würden unter der monatelangen Trennung vom Vater... äh Erzeuger leiden. Dieser hatte es noch nicht einmal zustande gebracht, seinem eigenen Sohn zum Geburtstag zu gratulieren, dies nur mal kurz angemerkt. Aber war Kai enttäuscht? Nein. Irgendwie hatte er es gewusst, ließ er verlauten.
Ebenfalls begann die Fastenzeit - und wie jedes Jahr habe ich mir auch dieses Mal vorgenommen, gänzlich auf Schokolade & Co. zu verzichten. Ob es klappte? Naja, indirekt schon. Schokolade war nicht wirklich das Problem - aber Gummibärchen u.ä. schon.
Im Radio spielten sie in diesem Monat die neueste Single von Tim Bendzko "Ich laufe". An der Chartsspitze hatte sich im Vergleich zum Vormonat nichts geändert. "Video Games" von Lana del Rey gehörte ebenso immer noch dazu wie "Levels" von Avicii und "Heart Skips a Beat" von Olly Murs.


März 2012
Der Monat begann gleich mit einem Desaster. Da hatte ich es gut gemeint und selbst gebackene Kekse in die USA geschickt - bekam auch ein herzliches Danke von dort... um am nächsten Tag die Frage gestellt zu bekommen "Liebes, was hast du denn da reingetan? Meine Kinder hatten eine allergische Reaktion." Toll! Woher sollte ich das auch wissen? Fühlte mich natürlich einerseits total mies, aber andererseits sagte mir auch niemand, dass fast die gesamte Sippschaft eine Allergie gegen Vanille hat. Also krankheitsmäßig tat sich auch in diesem Monat keine Besserung - im Gegenteil. Aber darauf möchte ich jetzt wirklich nicht näher eingehen - hat mich schon genug Nerven gekostet. Am besten war immer noch meine Glückwünsche um 1 Uhr morgens: "Herzlichen Glückwunsch, baby. Ich hatte einen schrecklichen Tag, weil mein Fieber zurück gekommen ist." Bähm! Da fängt der Tag doch gut an, oder?
Außerdem kamen wir mit unseren Recherchen über meinen Ex endlich weiter. Er gab es nämlich tatsächlich zu, dass er nicht arbeiten wolle. Erst, wenn er verheiratet sei, da er ernsthaft meinte, er müsse ja dann für die Kinder keinen Unterhalt mehr zahlen, weil er ja eine neue Familie habe. Dumm gelaufen... Nun, stattdessen schickte er seine Schnalle arbeiten - die es übrigens auch nicht packte. Frag mich bis heute noch, wie sie überhaupt in den Betrieb kommen konnte.
An Ginas Geburtstag hatte er sich übrigens auch nicht gemeldet. Aber dafür an meinem. Nach 7 Monaten hatte er es tatsächlich geschafft, hier anzurufen. Klar, der Verhandlungstermin rückte auch immer näher, und dort wäre ihm wieder einmal ein Recht genommen worden und ich hatte schon fast die Vollmacht, auch in Ausweisangelegenheiten allein zu entscheiden. Aber dies hatte er mir ja dann gründlich versaut. Mit solchen Worten wie "Du hättest doch einfach fragen können" kam er an - als ob. Einige Tage später wollte er sich mit uns am Rathaus treffen, zwecks Beantragung der Reisepässe für die Kinder. Von einem Missverständnis war hier die Rede. Ja klar.
Gesundheitlich gab es bei mir etwas Seltsames zu verzeichnen. 33 Jahre lang hatte ich Ruhe und niemals irgendein Anzeichen von Heuschnupfen oder sonstigem. Aber in diesem Jahr musste ich plötzlich verstärkt Nießen und hatte Probleme mit einer tränenden Nase. Ich hoffe, dieses Phänomen war einzigartig - denn ich hab keine Lust, in meiner Lieblings-Jahreszeit auf irgendwas zu verzichten.
Vom Stress mit meinen Kindern muss ich jetzt nicht reden, oder? Die beiden stritten auch weiterhin wie ein älteres Ehepaar.
Und mein Spar-Umschlag für Weihnachten füllte sich auch weiterhin langsam aber stetig. Ich war irgendwie auch stolz auf mich selbst. Aber schließlich hatten wir ja einige Dinge, die wir uns zu Weihnachten gönnen wollten. Allem voran stand da erstmal das Fahrrad für meine Tochter, nachdem ihr vorheriges im Dezember 2011 geklaut worden war und ihr Erzeuger einfach nicht in die Pötte kam, ihr aber stattdessen ein klappriges Etwas schenkte, mit dem ich noch nicht einmal meinen ärgsten Feind auf die Straße lassen würde.
Ohja und Gina begann mit ihrer Kampagne gegen Jeans... und ich komm einfach nicht dagegen an.
Und Musik? Oh, schauen wir mal nach. Nun, an der Chartsspitze hatte sich auch weiterhin nichts getan und meine Tochter brachte mich auch weiterhin zur Weißglut. Aber ich hatte einen Ohrwurm von "Summer Paradise" von Simple Plan. Außerdem gab es einen weiteren Ohrwurm, den ich auch bis heute noch sehr gern höre: "Too Close" von Alex Clare.


Tja, wie man sieht, hat das Jahr 2012 nicht gerade einen sehr interessanten Beginn gehabt. Wir warten mal ab, was der 2. Teil bringt, den ich dann evtl. morgen schreiben werde.
Bis dahin, machts gut.
Tags: Enttäuschung, Jahresrückblick, aufreger, erinnerungen, ex, frustration, liebe, meine kinder, musik, stress
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